Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

12 Prozent Rendite an der Tanke

Logo http://multimedia.boerse.ard.de/die-petromove-story
Video

Eine Reportage von Daniel Moßbrucker und Jürgen Ackermann

Zum Anfang

Eine Tankstelle in Seewen. Zwei Zapfsäulen, ein Bezahlautomat, kein Tankwart. Rundherum nur Bäume, Bauernhöfe und eine Kirche. Seewen ist ein Schweizer Dorf, rund 20 Kilometer südlich von Basel.

Die Tankstelle ist eine von  “11 modernsten Tankstellen” der Firma Petromove. Auf Internetseiten zeigte das Unternehmen Entwürfe von innovativen Tankstellen – “in frischem, modernen Style gehaltene Erholungsinseln, in welchen auch die Fahrzeuglenker Energie tanken können.” Diese “Inseln” im Internet sehen allerdings ganz anders aus als die bestehenden Tankstellen - siehe Seewen.

Das Unternehmen startete eine Offensive, um Anleger zu werben. Den Investoren winke eine Traum-Rendite von “12 Prozent im Jahr und mehr”. Verlockende Versprechungen.

Der Verheißung erlagen etliche deutsche Kleinanleger und investierten ins “moderne Tankstellennetz”. Am Ende dieser Geschichte werden viele Menschen viel Geld verloren haben – geblendet von Versprechungen und gescheitert an der eigenen Gier.

Zum Anfang

Zum Anfang

Dagmar S. (Name geändert) ist nicht reich. Im Gegenteil. Sie selbst bezeichnet sich gerne als "kleine Maus", die ihr Geld für das Investment aus den Ecken kratzen muss. Aber Dagmar hat ihr Leben lang etwas zur Seite gelegt. Nun, wo das Rentenalter langsam aber sicher näher rückt, will sie ihre Ersparnisse anlegen.

Aber wo?

Zum Anfang

Im Internet wird Dagmar fündig. Sie bleibt auf der Seite www.petromove-invest.ch hängen. Wie sie dahingekommen ist, weiß sie heute nicht mehr. Vielleicht über eine Google-Anzeige, die Petromove schaltete. Kleine Textstreifen, eingebettet in prominente deutsche Nachrichtenwebsites, mit verführerischem Inhalt: “Geldanlage Schweiz (…) 12% Rendite im Jahr (…) ohne Risiko & zu 100% steuerfrei!”. Selbst schuld, wer da nicht klickt!

Auf petromove-invest.ch wimmelt es nur so von Versprechungen, die jedem Anleger die Eurozeichen vor den Augen tanzen lassen:

- Geldanlage weitab aller Euro-Risiken bei maximaler Sicherheit - kurze Laufzeit mit sofortiger Wertentwicklung
- Top Rendite ab 10% im Jahr – mehr erwartet
- steueroptimierte Erlöse

Für Experten sind solche Aussagen ein Warnsignal. “Die Zinsen und Renditen sind derzeit auf einem Rekordtief. Da sollte man bei allem, was über zwei Prozent liegt, schon misstrauisch werden”, sagt Sara Stalder von der Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz (SKS).

Dagmar wird nicht misstrauisch. Sie achtet gar nicht so sehr auf die hohe Rendite, die ihr auch nicht als zu hoch vorkommt. Vielmehr ist es die Aufmachung der Seite, die sie anspricht. Bilder, Grafiken, wenig Text, dessen Inhalt dafür umso überzeugender ist.

(Bildquelle: Screenshot “www.petromove-invest.ch“, Stand: 18.02.2014, mittlerweile ohne Inhalt)

Zum Anfang

Auf einer weiteren Petromove-Homepage sieht Dagmar zudem die modernen Tankstellen, von denen Petromove zuvor gesprochen hat: neu, stilvoll, ansprechend.

In Wahrheit sind es keine echten Fotos von bestehenden Petromove-Tankstellen, sondern Architektenzeichnungen.

(Bildquelle: Screenshot "www.petromove.ch/tankstellen" Website mittlerweile offline)

Zum Anfang

Dagmar nimmt das Angebot an, sich kostenlos Infomaterial zuschicken zu lassen. “Es klang für mich seriös, wie bei Start-up-Firmen”, erinnert sich Dagmar. Nun hat Petromove ihre Daten – und es beginnt eine unglaubliche Geschichte.

Noch bevor sie zum ersten Mal schriftliche Informationen von Petromove bekommt, wird sie von einem “einfühlsamen und beredsamen Mann mit angenehmer Telefonstimme” angerufen.

Kurz darauf stellt sich Petromove in einer Mail vor: “Die Petromove AG betreibt zum einen ein eigenes Tankstellennetz, und zum anderen ist die Petromove AG Händler und Transporteur von Mineralölprodukten”, heißt es dort. Man koordiniere die Logistik von Rotterdam über den Rhein nach Basel. 2009 sei Matthias Oberli ins Unternehmen eingestiegen und habe ein “neues Tankstellen-Konzept” entwickelt. Die eigenen Wachstumserwartungen seien bisher schon übertroffen worden und diese “für sich sprechende Resonanz” solle nun genutzt werden, um weiter zu expandieren.

Daher suche man Investoren und biete Aktien zum Kauf an.

Zum Anfang

Der Mail ist ein sechsseitiger “Research Report” vom April 2013 beigelegt, in dem Petromove seinen Wachstumskurs erläutert. Aktuell betreibe man sieben Tankstellen, aber bis 2021 könnten es einem optimistischen Szenario nach bis zu 175 Tankstellen sein. Das wäre das 25-fache des aktuellen Bestands in nur acht Jahren.

Weder Mail noch Report sind mit einem Namen unterschrieben. Das ist bei Petromove-Mails die Regel. Dagmar bemängelt dies später einmal als “sehr unpersönlich”.

Die Infomaterialien mit vielen schönen Bildern und außergewöhnlichen Wachstumsraten haben jedoch ihr Interesse gesteigert – den Rest übernehmen nun die Telefonverkäufer, die sie regelmäßig anrufen. “Ich habe ewig gezögert. Habe das Bisschen, was zu recherchieren war, recherchiert. Wusste nicht, ob ich es machen sollte. Bin dann aber doch mit vielen Anrufen bombardiert worden”, erinnert sich Dagmar.

(Bildquelle: Petromove-Reaserch Report)

Zum Anfang

Viel ist es nicht, was Dagmar zu Petromove im Internet findet. Natürlich die zwei Firmen-Homepages. Warum eigentlich zwei? Dagmar stellt sich diese Frage nicht. Auf einer Seite stellt sich die Firma vor. Die andere dient nur als sogenannte Landing-Page, auf die Nutzer gelangen, wenn sie eine Google-Anzeige anklicken. Konsumentenschützerin Stalder kennt dieses Vorgehen. “Hier wird offenbar das Angebot angepriesen und Interessenten sollen dazu gebracht werden, ihre Kontaktdaten einzugeben”, erläutert Stalder. Im Netz gibt es viele Schweizer Firmen, die genau wie Petromove agieren, um Kunden zu werben.

Eine unabhängige Quelle für Dagmar ist das Schweizer Handelsregister. Bei Petromove gibt es einige Personalwechsel und andere Änderungen in den Statuten.

Dagmar scheint deswegen nicht misstrauisch zu werden. Sie unterzeichnet einen Vertrag und kauft Aktien im Wert einer mittleren fünfstelligen Summe. Sie hat zu diesem Zeitpunkt keine Tankstelle gesehen, keine Personen von Petromove persönlich getroffen und keine unabhängigen Informationen zu Petromove bekommen – abgesehen von den Handelsregister-Einträgen.

(Bildquelle: Petromove-Kaufvertrag)

Zum Anfang

Die Telefonate gehen nach dem Kauf weiter: Verwandte, Nachbarn, Freunde – die Männer am Telefon fragen laut Dagmar, ob sie weitere Menschen kenne, die ebenfalls bei Petromove einsteigen wollten. Sie verneint das, lässt sich aber dazu verleiten, ein zweites Aktienpaket zu zeichnen. 10.000 Schweizer Franken will sie nochmal einzahlen.

Im Kaufvertrag ist dann aber plötzlich von 10.000 Aktien für 30.000 Schweizer Franken die Rede. Der Wendepunkt. “Im gleichen Atemzug fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass da etwas oberfaul ist”, sagt Dagmar. “Ich habe den zweiten Kauf storniert und im zweiten Gang wollte ich mein Geld zurück.” Leichter gesagt, als getan.

Seit ihrem ersten Kauf sind vier Wochen vergangen. Dagmar recherchiert nochmals im Internet – und wird erstmals fündig. Der Schweizer “Tages-Anzeiger” berichtet über das Geschäftskonzept von Petromove mit einer eindeutigen Zielrichtung: “in der Branche völlig unbekannt”, “illusorisch”, “Plattitüden”.

Dagmar beschäftigen nun zwei Fragen: Was steckt wirklich hinter Petromove? Und: Ist ihr gespartes Vermögen in Gefahr?

Zum Anfang

Ordnet man die Informationen aus dem Schweizer Handelsregister, ergibt sich folgendes Bild von Petromove: Die Firmengeschichte beginnt am 11. Januar 2007. Damals gründete sich im beschaulichen Birsfelden, einem Vorort von Basel, die Ziegler Brennstoff AG. Aus ihr geht dann im Frühjahr 2011 die Petromove AG hervor. “Schnell wurde klar, dass eine Expansion nur durch eine moderne und innovative Außendarstellung möglich ist. Dies führte dazu, dass am 10.03.2011 die Namensänderung in Petromove AG durchgeführt wurde”, schreibt Petromove an Dagmar in einer Mail.

Die personelle Umstrukturierung in der Firma ist zu diesem Zeitpunkt längst vollzogen. Im Frühjahr 2010 schied der ehemalige Geschäftsführer Jürg Ziegler aus und Matthias Oberli stieß hinzu. Oberli wurde Präsident des Verwaltungsrates, vergleichbar mit einem Vorstandsvorsitzenden in Deutschland.

Mit dem neuen, modernen Namen “Petromove” ist gleichzeitig eine Erweiterung des Geschäftsfeldes verbunden. Beschränkte sich die Ziegler Brennstoff AG auf den “Handel mit und Transport von Mineralölen aller Art”, will Petromove mehr. Nun kommt der “Bau und Betrieb von Tankstellen sowie Tankstellenshops” hinzu. Die wirklich interessanten Informationen stecken im Detail – von Kleinanlegern wie Dagmar wird so etwas in der Regel überlesen. Laut Handelsregister hat Petromove am 10. März 2011 erklärt, dass es auf die eingeschränkte Revision verzichtet – wie die nächste Seite zeigt.

(Bildquelle: Screenshot “www.moneyhouse.ch“)

Zum Anfang

Zum Anfang

In der Schweiz müssen Aktiengesellschaften wie auch in Deutschland ihre Jahresabrechnung überprüfen lassen. Die Eidgenossen unterscheiden dabei zwischen einer ordentlichen Revision für “wirtschaftlich bedeutende Unternehmen” wie Großkonzernen und einer eingeschränkten Revisionspflicht für Kleine- und Mittelgroße Unternehmen (KMU). Unterschreiten Firmen in Größe, Bilanzsumme und Umsatzerlösen bestimmte Grenzen, können sie sich allerdings komplett von einer Revisionspflicht befreien lassen – das sogenannte “opting out”. Genau das hat Petromove auch getan.

Natürlich ist ein Verzicht auf Revision legal. Aber warum geht Petromove diesen Weg, wenn es expandieren will? “Ein Revisionsverzicht kann ein Indiz dafür sein, dass nicht die volle Transparenz gewahrt ist. Im konkreten Fall ist es schon komisch, dass eine Firma, die angeblich international handelt, sich nicht in die Bücher schauen lassen will”, sagt Konsumentenschützerin Stalder. Kleinanleger sollten bei solchen Angaben im Handelsregister hellhörig werden.

Zum Anfang

Auch die zwei Homepages von Petromove sind bei näherem Hinsehen nicht so seriös, wie sie auf Dagmar gewirkt haben. Auf der Landing-Page petromove-invest.ch wirbt die Firma damit, dass sie von mehreren namhaften deutschen Medien empfohlen worden ist. Auch das Logo von boerse.ARD.de ist aufgeführt. Tatsächlich aber wurde auf boerse.ARD.de bis zu diesem Zeitpunkt nie über Petromove berichtet – die angebliche Empfehlung ist eine dreiste Lüge.

(Bildquelle: Screenshot “www.petromove-invest.ch“, Stand: 28.01.2014, mittlerweile ohne Inhalt)  

Zum Anfang

Auf petromove.ch wiederum sticht ein Tanklaster ins Auge. Er ist groß, mit Petromove-Schriftzügen versehen und fährt durch eine malerische Landschaft – vom Fotografen professionell in Szene gesetzt.

Wie kann es sein, dass Petromove mit gerade einmal elf Tankstellen so einen großen Tanklaster benötigt? Gar nicht. Eine technische Analyse des Bildes durch boerse.ARD.de-Grafiker zeigt, dass die Schriftzüge auf den eigentlich weißen Tanklaster am Computer nachträglich montiert wurden. So, wie auf der Internetseite präsentiert, ist der Laster niemals gefahren.

Das könnte man als Kavaliersdelikt abtun. Doch der Frankfurter Anwalt Andreas Lang, der einige Petromove-Anleger vertritt, hält solche Vorgehensweisen für juristisch problematisch.

(Bildquelle: Screenshot “www.petromove.ch/transport“)

Zum Anfang
Video

Der Frankfurter Kapitalmarktrechtler Andreas Lang vertritt mehrere Petromove-Aktionäre. Für uns bewertet der Anwalt den Internetauftritt der Schweizer Tankstellenkette - und hält ihn für juristisch problematisch.

Zum Anfang

Dass Petromove es mit der Authentizität von Fotos offenbar recht locker hält, beweist ein weiterer Fall. In einem Newsletter gibt es ein Bild, das eine Tankstelle im Petromove-Design zeigen soll. Es ist relativ klein neben anderen Fotos angeordnet. Hier fällt die Montage kaum auf – aber wir haben das Foto auf der nächsten Seite mal vergrößert…

Zum Anfang

Offenbar ist das originale Foto in Deutschland entstanden. Dafür sprechen vor allem die Preise, denn einen Liter Diesel für 1,12 CHF gab es in der Schweiz laut offizieller Statistik etwa Anfang der 1990er Jahre – also rund 20 Jahre, bevor Petromove überhaupt gegründet worden ist.

Dazu scheint die rot-weiße Tafel direkt neben der Preissäule eine Werbung für die deutsche “Bild”-Zeitung zu sein.

Und zuletzt ist deutlich zu sehen, dass offenbar Logos von Petromove auf das Original gelegt worden sind. Am besten zu sehen ist das an den Abstufungen der weißen Flächen – unter anderem wurden den beiden Herren am Tankwagen die Köpfe abgeschnitten.

Zum Anfang

Außergewöhnlich hohe Renditen, montierte Fotos, falsche Behauptung von Medien-Emfpehlungen – als wir Dagmar die Internetrecherchen von boerse.ARD.de zeigen, ist sie noch beunruhigter. Sie ist bereits dabei, ihr Geld von Petromove zurückzufordern.

Gleichzeitig fahren wir in die Schweiz, um uns die modernen Tankstellen anzuschauen. Wie die aussehen, erfahren Sie im nächsten Kapitel.

Zum Anfang

Zum Anfang

Ziefen ist ein typisches Schweizer Dorf südlich von Basel. Der Ort zieht sich an einer Landstraße entlang. Um den Ort mit dem Auto zu durchqueren, braucht es etwa zwei Minuten. Rund 1500 Menschen wohnen hier. Ziemlich genau in der Mitte von Ziefen betreibt Patrick Schlumpf eine “Garage” – in der Schweiz bezeichnet man so Autowerkstätten.

Als wir an einem Montagmorgen vor ihm stehen, kann er seine Verwunderung nicht verbergen. Dass ein Reporterteam der ARD zu ihm nach Ziefen kommt, um mit ihm über seine kleine Selbstbedienungs-Tankstelle zu sprechen, überrascht ihn sichtlich.

Vor der Werkstatt von Patrick Schlumpf steht eine kleine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen und einem Automaten zum Bezahlen. Es gibt keinen Tankwart, keinen Shop. Patrick Schlumpf hat seine Tankstelle nur verpachtet – an Petromove.

Zum Anfang
Video

Patrick Schlumpf hat seine Selbstbedienungstankstelle in Ziefen an Petromove verpachtet. Er hat bisher nur Gutes zu berichten.

Zum Anfang

“Wir haben absolut keine Probleme, sind alle anständig”, sagt Schlumpf über seine Geschäftspartner von Petromove. Von den Expansionsplänen hat Patrick Schlumpf nach eigenen Angaben nichts gehört. 12 Prozent Rendite? Für Schlumpf ein unrealistisches Ziel: “Bei diesem Gebiet hier – Kanton Basel-Land – denke ich, dass der Markt in Sachen Tankstellen schon gesättigt ist.”

Komisch, denn genau hier, in der Region Nordschweiz, will Petromove nach eigenen Angaben das Tankstellennetz weiter ausbauen. Bisher betreibt Petromove elf eigene Selbstbedienungs-Tankstellen.

Zum Anfang

Zum Anfang

Wir besichtigen rund um Basel fünf Petromove-Tankstellen. Alle ohne Shop, alle mit Selbstbedienung. Sind sie innovativ? Ist es das "moderne Tankstellennetz", mit dem Petromove auf seiner Homepage warb? Hier der Standort in Nunningen. Auf der folgenden Seite sehen Sie die Petromove-Tankstellen aus Bretzwil, Erlinsbach, Seewen und Ziefen.

Zum Anfang

Zum Anfang

Das nächste Ziel der Reise liegt in der Ostschweiz. In Villmergen, einem Vorort von Zürich, steht der “Meilenstein” in der Entwicklung von Petromove. So jedenfalls bezeichnet das Unternehmen die Tankstelle in der Anglikerstraße 83 in Schreiben an seine Aktionäre. Nach eigenen Angaben will Petromove die Tankstelle im Laufe des Jahres 2014 übernehmen.

Auf uns macht die Tankstelle einen ziemlich gewöhnlichen Eindruck: mehrere Zapfsäulen, ein Shop. Aber was Petromove hier vorhat, hat es in sich: Auf das Tankstellendach soll laut Aktionärsbrief ein Restaurant gebaut werden – sehen Sie auf der nächsten Seite selbst, wie sich die Tankstelle in Villmergen verändern soll.

Zum Anfang
Schließen
Vorher/Nacher Ansicht

Vorher/Nachher-Ansicht starten

Zum Anfang

Petromove rechnet mit einem Umsatz von jährlich bis zu sieben Millionen Schweizer Franken. “plusminus”-Reporter Jürgen Ackermann spricht mit dem aktuellen Pächter. Tatsächlich verlasse er 2014 die Tankstelle, es werde einen neuen Pächter geben. Ob es Petromove ist, wisse er nicht.

Aber er sagt, dass seine Umsätze deutlich unter dem liegen, was Petromove seinen Anliegern in Aussicht stellt.

Es verfestigt sich der Eindruck, dass die Petromove-Welt in der Realität nicht so blumig ist, wie es das Unternehmen im Internet und in Aktionärsbriefen suggeriert. Für Dagmar, die ins Unternehmen investiert hat, sind das Hiobsbotschaften.

Zum Anfang

Wir wenden uns in Zürich an die Erdölvereinigung – dem Branchenverband der Schweizer Erdölindustrie.

Sind 12 Prozent Rendite auf dem Markt möglich? Und vor allem: Ist es für Petromove möglich? Geschäftsführer Roland Bilang Antworten – und berichtet von seiner ganz eigenen Begegnung mit Petromove.

Zum Anfang
Video

Roland Bilang von der Erdölvereinigung Schweiz kennt Petromove. Die Firma behauptete, Mitglied in seinem Verband zu sein - war sie aber nicht.

Zum Anfang

Zum Anfang

Auch Wettbewerber bestätigen, dass Petromove anscheinend nicht der große Player im Schweizer Mineralölmarkt ist, wie es Bohrinseln, Tanklaster und Tankstellen im Internet vermuten lassen.

“Wir haben den Markteintritt von Petromove zur Kenntnis genommen. Als wichtigen Wettbewerber nehmen wir die Firma Petromove aber nicht wahr”, heißt es von Coop Pronto, dem führenden Unternehmen im Schweizer Tankstellenshop-Markt.

Die Reise durch die Schweiz hat gezeigt: So groß, wie sich Petromove im Internet präsentiert, ist es nicht.

Zum Anfang
Video

Zum Anfang

Dagmar möchte nach dem bösen Erwachen nur noch ihr Geld zurück. Unsere Recherchen ergeben, dass das nicht einfach wird. Sie hat Aktien gekauft, das wusste sie.

Aber es ist laut Kaufvertrag eine ganz bestimmte Art von Aktien: OTC-Aktien. Das war ihr beim Kauf nicht klar, auch wenn Petromove es in verschiedenen Dokumenten und Mails erwähnt hatte. “Ob Aktien, Namensaktien, keine Ahnung. Das sind alles Aktien für mich”, sagt sie.

Zum Anfang
Video

Renate Daum von der Verbraucherzeitschrift Finanztest kennt die Tücken von OTC-Aktien. Petromove-Anleger könnten damit ein echtes Problem bekommen.

Zum Anfang

OTC steht für “over the counter”, also “über den Tresen”. OTC-Aktien werden direkt zwischen den Geschäftspartnern verkauft – wie ein Bier, das über den Tresen wandert. Wer OTC-Aktien kauft, bewegt sich auf dem vielzitierten “grauen Kapitalmarkt”. Er ist äußerst schwach reguliert, denn Vorschriften wie im Börsenhandel greifen hier nicht.

Petromove schrieb auf einer der Homepages von einer “echten Aktienbeteiligung” – was auch immer das ist.

Zum Anfang

Auf den ersten Blick sahen die OTC-Aktien von Petromove für einen Laien auch genauso aus wie die Aktien, die täglich im Fernsehen präsentiert werden. Dagmar musste ein Depot eröffnen, um die Aktien zeichnen zu können. Und Petromove wies sie gleich in der ersten Mail darauf hin, dass sie zwei Links nutzen solle, um “den aktuellen Kurs der Petromove AG abzufragen”.

Kleinanleger wie Dagmar glauben häufig, dass dort ein Kurs zu sehen ist, der sich ständig verändert und dem Gesetz von Angebot und Nachfrage folgt. Tatsächlich sieht man dort einen Kursverlauf – aber er kommt ganz anders zustande.

Der Kurs von Petromove wird unseren Recherchen zufolge nur auf zwei Seiten publiziert; nämlich auf den Websites der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) und der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft. Beide zeigen ein Kurvendiagramm mit dem aktuellen Stand der Aktien und dazu die wichtigsten Kennziffern wie Valor- und ISIN-Nummer.

(Bildquelle: Screenshot “quotes.llb.li“)  

Zum Anfang

Erstaunlich ist jedoch, dass die Banken offenbar nichts mit Petromove zu tun haben möchten. Es sei “nicht nachvollziehbar, wie der Name unseres Institutes in Zusammenhang mit der Aktie der Petromove AG gebracht wurde.

Aus keiner uns zugänglichen öffentlichen Quelle” lasse sich eine Verbindung herleiten, teilt die Liechtensteinische Landesbank auf unsere Anfrage mit. Aus keiner öffentlichen Quelle? Die eigene Homepage der Bank publiziert doch den Petromove-Kurs. Schaut die LLB nicht einmal auf ihre eigene Website?

Darauf angesprochen, rudert die LLB-Pressestelle zurück. Auf “quotes.llb.li” stelle man Börseninformationen zur Verfügung, heißt es. Allerdings: “Die LLB hat keinen Einfluss auf die veröffentlichten Informationen und übernimmt deshalb auch keine Verantwortung für den Inhalt.” Soll heißen: Die Bank kann nichts dafür, dass der Petromove-Kurs auf der eigenen Website publiziert wird.

Die Frage, wie der Aktienpreis, der bei Dagmar 3.00 CHF betrug und später auf 3,50 CHF stieg, zustande komme, ließ die Liechtensteinische Landesbank unbeantwortet.

Zum Anfang

Wir finden heraus, dass die beiden Banken – Liechtensteinische Landesbank und Raiffeisen – die Daten von der “SIX Financial Information” erhalten. Daraufhin teilt die SIX Group, ein großer Schweizer Finanzdienstleister, mit, dass die Petromove AG seit Mai 2013 Kundin der SIX SAG AG sei. Petromove führt dort offenbar sein Aktienregister.

Allerdings: Wie der Kurs, den Dagmar für ihre Aktien bezahlt hat, zustande kommt, kann auch die SIX Group nicht sagen. SIX sei an der Kursfeststellung von Petromove nicht beteiligt. “SIX Financial Information erhält den Kurs von einer von der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) zertifizierten Quelle”, heißt es.

Den Namen der Quelle gibt SIX erst nach energischem Nachfragen preis: ISP Securities AG.

Die FINMA – das Pendant zur deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – bestätigt, dass die ISP Securities AG über eine FINMA-Bewilligung verfügt. Was das konkret bedeutet, lässt die Behörde indes offen: “Zu Details unserer Aufsichtstätigkeit äußern wir uns nicht.”

Eine erstaunliche Haltung für eine öffentliche Behörde, deren Aufgabe es nach eigenen Worten ist, “Anleger, Gläubiger und Versicherte zu schützen und darüber zu wachen, dass der Finanzmarkt funktioniert.“

Das vorletzte Glied in der Kurs-Kette ist tatsächlich die ISP Securities AG. “Im vorliegenden Fall agierte die ISP Securities nur als Zahlstelle für die Petromove. Das heißt, die ISP Securities handelte als Bindeglied zwischen der Petromove und der SIX Securities Services”, heißt es von Unternehmensseite.

“Als Zahlstelle gehört es nicht zu unseren Aufgaben, den Aktienpreis einer Gesellschaft festzulegen, zu bewerten oder zu überprüfen. (…) Als Zahlstelle leiten wir lediglich die uns zur Verfügung gestellten Informationen – in diesem Fall von Petromove – an die SIX Financial Information weiter.”

Damit wird offenbar: Es liegt in den Händen von Petromove, den Kurs steigen oder fallen zu lassen.

Zum Anfang

Zum Anfang
Video

Andreas Lang hält das Aktienangebot von Petromove für "eines dieser typischen Penny-Stocks".

Zum Anfang

Dagmar bringt es wenig, sich den Wert Ihrer Aktien im Internet anzuschauen. Das Problem ist, dass sie nur sehr schwer einen Käufer für ihre Aktien finden kann.

Petromove nutze die Möglichkeiten des OTC-Marktes – und Dagmar kam nicht auf die Idee, das Geschäft zu hinterfragen. Petromove konnte bei bekannter Banken seinen Aktienpreis veröffentlichen, was bei Kleinanlegern wie Dagmar Eindruck machen kann.

Zum Anfang

Zum Anfang

Vereinfacht gesagt heißt das: Es gibt insgesamt sechs Millionen Petromove-Aktien, die im Besitz von sogenannten Altaktionären sind. Von diesen Aktien werden nun 1,5 Millionen an Anleger verkauft – zu Preisen, die die Altaktionäre bestimmen können und dann bei den Banken veröffentlicht werden. Doch wie berechnet sich dieser Preis?

Nach eigenen Angaben lässt Petromove von Ernst & Young schätzen, wie viel das Unternehmen wert ist, wenn man es heute verkaufen würde. Diesen Wert – 18,6 Millionen Schweizer Franken – teilt Petromove durch seine sechs Millionen Aktien. Damit ergibt sich ein Wert pro Aktie von 3,20 Schweizer Franken.

Petromove-CEO Matthias Oberli wird sich bei einem Interview im März 2014 auf Nachfrage nicht zu dem Gutachten äußern.

Ernst & Young AG möchte sich auf unsere Frage hin nicht zu diesem Gutachten äußern. Man sei als Wirtschaftsprüfer zu Verschwiegenheit verpflichtet, heißt es.

Dagmar hat das Gutachten nicht bekommen.

Zum Anfang

Es ist für uns schwer zu glauben, dass eine Firma mit wenigen SB-Tankstellen 18,6 Millionen Schweizer Franken wert sein soll.

Wir übergeben unsere Recherchen daher an renommierte Wirtschaftsprüfer, die alle vorliegenden Daten für uns bewerten sollen. Hauptdokument ist der Petromove-Research Report, in denen das Unternehmen Plan- und Kennzahlen nennt und eine Grafik veröffentlicht, die von Ernst & Young stammen soll.

Zitiert werden möchten die von uns kontaktierten Wirtschaftsprüfer nicht – zu gering sei die Datenlage. Gleichzeitig betonen die Fachleute jedoch, dass es durchaus sein kann, dass Petromove schon heute 18,6 Millionen Euro wert ist – allerdings eher in der Modellwelt.

Zum Anfang

Laut Research Report hat Petromove zwei Szenarien entworfen, wie sich das Unternehmen bis 2021 entwickeln könnte. In einem Szenario will man 90 Tankstellen, in einem anderen sogar 175 Tankstellen besitzen.

Zur Erinnerung: Bis März 2014 waren es nach eigenen Angaben nur elf.

Im Research Report wird behauptet, dass der Unternehmenswert  auf 18,6 Millionen Euro berechnet worden ist – mit dem sogenannten “Discounted Cash-Flow”-Verfahren. In der Finanzmathematik ist das ein gängiges Verfahren zur Wertermittlung von Unternehmen. Damit kann berechnet werden, wie viel ein Unternehmen heute wert ist, wenn es sich so entwickelt wie angenommen.

Zum Anfang

Der ermittelte Wert von Petromove steigt, wenn man unterstellt, dass es im Jahr 2021 ganz sicher 90 bzw. 175 Tankstellen geben wird. Investoren wie Dagmar können dann erwarten, dass die Umsätze steigen und sie 2021 an einem großen Unternehmen beteiligt sein werden. Entsprechend werden sie heute schon für die erhoffte positive Entwicklung mehr bezahlen. Deutlich geringer wäre der heutige Wert von Petromove natürlich, wenn man annimmt, dass die Kette auch 2021 nur elf Tankstellen betreiben wird.

“Beim ‘Discounted Cash-Flow’ haben die Annahmen, wie sich die Zukunft entwickeln wird, einen hohen Einfluss auf den errechneten Wert. Da kann ganz viel Hoffnung und Optimismus einfließen. Und manche Investoren sind eben heute schon bereit, diese zu bezahlen”, erklären uns die Wirtschaftsprüfer. “Solche Berechnungen funktionieren nur in der Modellwelt und auf der Grundlage der getroffenen Annahmen. In der Realität müssen die Annahmen eintreten.”

Konkret bedeutet das: Um schon heute 18,6 Millionen CHF wert zu sein, muss man davon ausgehen, dass Petromove seine ambitionierten Ziele in der Zukunft erreichen wird – und das haben Experten wie Roland Bilang vom Branchenverband der Erdölindustrie stark bezweifelt.

Zum Anfang

Laut Research Report hat Ernst & Young für Petromove den Wert von 18,6 Millionen Schweizer Franken errechnet, wenn der Wachstumsplan aufgeht. Daher sollten die Aktien für 3,20 CHF verkauft werden.

Irritierend: Dagmar hat für ihre Aktien 3,00 CHF statt 3,20 CHF bezahlt. Ein Sonderpreis?

Ebenfalls merkwürdig: Im Research Report vom Februar 2014 soll Petromove bereits 21 Millionen Schweizer Franken wert sein. Eine Aktie kostet nun 3,50 CHF. Woraus sich diese Steigerung ergibt, lässt sich im hinteren Teil des Reports allerdings nicht mehr nachvollziehen. Denn die Planzahlen, die hier präsentiert werden, haben sich gar nicht verändert.

Bleibt eine wichtige Frage: Was passierte mit dem Geld, das die Altaktionäre von Anlegern überwiesen bekamen?

Zum Anfang
Video

Für Renate Daum ist nicht ersichtlich, ob das Geld der Petromove-Anleger wirklich ins Unternehmen fließt. Sie hat einen schwerwiegenden Verdacht.

Zum Anfang

Es wird deutlich, wie das Geschäft bei Dagmar funktionierte: Petromove-Altaktionäre verkauften ihr Aktien für das 30-fache des Nennwertes für 3,00 CHF pro Stück.

Der Preis wurde mit einem aktuellen Unternehmenswert berechnet, der mutmaßlich unter der Annahme eintritt, dass Petromove 90 Tankstellen im Jahr 2021 betreiben wird. Branchenexperten betrachteten solche Expansionspläne als zweifelhaft, da der Schweizer Tankstellenmarkt als gesättigt gilt.

Den Preis veröffentlichte Petromove auf den Websites bekannter Banken, ohne dass diese die Kurse inhaltlich überprüften.

Auf zwei Websites präsentierte sich Petromove größer als es war.

Dagmar verfiel den Rendite-Versprechungen und schönen Bildern. Den Rest übernahmen Telefonverkäufer, die Dagmar vom Investment überzeugten.

Dagmars Geld bekamen dann mutmaßlich wieder die Altaktionäre, die ihre OTC-Aktien an sie verkauft hatten. Das eingenomme Geld sollte dann in Petromove investiert werden – einen Nachweis darüber erhielt sie nicht.

Matthias Oberli erklärte später, dass Summen, die Petromove “effektiv empfangen” habe, zu “100% in die Unternehmung eingebracht” wurden – nach Abzug “des Aufwands der Investitions- und Verkaufsabteilung”.

Zum Anfang

Das Problem, von dem Experten immer wieder reden, hat Dagmar jetzt: Sie will ihre Aktien loswerden und findet keinen Käufer.

Sie wendet sich an Petromove und bittet, ihr Investment rückgängig zu machen. Lange werden Mails hin und her geschrieben. Vor Gericht möchte Dagmar ungern ziehen – auch weil gar nicht klar ist, ob sich Petromove strafbar gemacht hat.

Dieser Frage gehen wir im nächsten Kapitel nach.

Zum Anfang

Zum Anfang

Was sich emotional wie ein Betrug anfühlen mag, muss juristisch längst keiner sein.

Wir bitten daher den Frankfurter Kapitalmarktrechtler Andreas Lang, der Mandanten in diesem Fall vertritt, den Fall Petromove rechtlich zu bewerten.

Zum Anfang
Video

Andreas Lang, der einige Petromove-Anleger juristisch vertritt, meint: "Es könnte sich um einen Kapitalanlagebetrug handeln."

Zum Anfang

Lang hält den Internetauftritt von Petromove für höchst problematisch. Der Tanklaster, der den Schweizern gar nicht gehört, sondern bloß ein bearbeitetes Agenturfoto ist; die Tankstellenzeichnungen, die modernste Objekte zeigen, mit der Realität aber nichts zu tun haben – beides wäre für Lang vor Gericht verwertbar.

“Das ist ein bewusstes Vorspielen falscher Tatsachen und da gerät man in den Bereich des Kapitalanlagebetruges”, meint Lang.

Zum Anfang

In einem Interview im März gibt Petromove-Chef Matthias Oberli schließlich zu, dass der Laster auf dem Foto Petromove nicht gehöre. Das gelte auch für große Tankschiffe, die auf petromove.ch zu sehen seien. Aber es gehöre in “das größere Umfeld” des Treibstoffgeschäfts, meint Oberli.

“Und deswegen sind das alles Bilder, die irgendwo im Zusammenhang stehen mit unserer Tätigkeit als Rohstoffhändler und Tankstellenbetreiber.”

Die Meinung von deutschen Anlegerschützern, dass damit Investoren getäuscht werden, teilt der Schweizer nicht.

Zum Anfang
Video

Petromove-CEO teilt die Kritik von Anlegerschützern nicht. Für ihn habe sein Unternehmen die Investoren genug aufgeklärt.

Zum Anfang

Dagmar hat nie eine Petromove-Tankstelle gesehen. Zumindest keine echte. Eine Tankstelle auf einem Foto, das in einem Newsletter zu sehen war, entpuppte sich als Montage.

Insbesondere die Methoden der Telefonverkäufer hält Rechtsanwalt Andreas Lang für problematisch. Als Mitschnitte einiger Gespräche auftauchen, wird deutlich, dass Anlegern offenbar mehr versprochen wurde als die Realität zuließ.

“Offensichtlich waren die Telefonverkäufer wirklich nachdrücklich bemüht, am Markt neues Geld durch die Zeichnung neuer Aktien zu generieren”, sagt Lang. “Wenn man in solchen Telefonaten den Anlegern wider die Realität positive Geschäftsaussichten oder gewinnbringende Übernahmen vorspielt, nur damit diese weitere Aktien zeichnen und damit das dringend benötigte Kapital in die Kassen von Petromove spülen, erhärtet dies den Verdacht, dass es sich hier um Kapitalanlagebetrug handeln könnte.”

Zum Anfang

Petromove hat rechtlich möglicherweise ein zweites, noch handfesteres Problem. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin bestätigt boerse.ARD.de auf Anfrage, dass geprüft wurde, “ob die Petromove AG einen Wertpapierpapierprospekt hinterlegt hat. Das ist nicht der Fall.”

Wer in Deutschland Wertpapiere öffentlich anbietet, muss dafür in der Regel einen Prospekt erstellen und veröffentlichen. Das ist gesetzlich im Wertpapierprospektgesetz vorgeschrieben.

Davon gibt es nur wenige Ausnahmen, wenn sich ein Unternehmen beispielsweise nur an Profi-Anleger richtet oder nicht mehr als 150 Kleinanleger anspricht.

Zum Anfang
Video

Der Kapitalmarktrechtler Andreas Lang erklärt, was in einem Börsenprospekt stehen muss, damit ihn die BaFin genehmigt.

Zum Anfang
Video

Dominika Kula von der BaFin erklärt, was die Behörde bei einem Börsenprospekt prüft - und was nicht.

Zum Anfang
Video

Angesprochen auf einen möglicherweise fehlenden Börsenprospekt seines Unternehmens möchte Petromove-CEO Matthias Oberli lieber nichts sagen.

Zum Anfang
Video

Ein fehlender Börsenprospekt wäre ein juristischer Anknüpfungspunkt für Aktionäre, wenn Petromove ihn tatsächlich hätte hinterlegen müssen - meint Anwalt Andreas Lang.

Zum Anfang

Petromove-Anleger wie Dagmar könnten sich vor Gericht auf diesen fehlenden Prospekt berufen. Der Kapitalmarktrechtler Andreas Lang schätzt, dass das deutsche Recht dabei aller Voraussicht nach auch gegenüber einer Schweizer Firma wie Petromove anwendbar sei.

Bleibt die Frage: Was nutzt ein Urteil? Bekommt Dagmar zwar Recht, aber ihr Geld trotzdem nicht zurück, weil es längst weg ist?

Das Ende der Petromove-Story zeigt es – auf eindringliche Weise.

Zum Anfang

Zum Anfang

Als die gemeinsamen Recherchen vom ARD-Magazin “plusminus” und boerse.ARD.de ein umfassendes Bild zeichnen, wollen wir Petromove unsere Fragen stellen.

Wir hatten Matthias Oberli, CEO von Petromove, erstmals am 7. März 2014 kontaktiert und treffen ihn fünf Tage später an der Petromove-Tankstelle in Erlinsbach.Wieder kein Shop, wieder ein Bezahlautomat und wieder eine Anzeigentafel, die per Hand bedient wird.

Im Interview verteidigt Oberli das Versprechen, jährlich 12 Prozent Rendite erwirtschaften zu wollen.

Zum Anfang
Video

Wie will Matthias Oberli es schaffen, mit Petromove 12 Prozent Rendite zu erwirtschaften? Im Interview erklärt er seine Kalkulation.

Zum Anfang

Die kritischen Nachfragen stimmen Matthias Oberli anscheinend nachdenklich. Nach dem Interview muss er mit einer Veröffentlichung rechnen und nimmt noch zwei Mal Kontakt zur Redaktion auf:

Am 14. März – zwei Tage nach dem Interview – bittet er um Rückruf, da er eine “kleine, aber wesentliche Information” habe.

Am 18. März – einen Tag vor der Erstveröffentlichung – schreibt Oberli dann: “Ich möchte Sie hiermit informieren, dass wir nach Ihrem Besuch bei uns die Landingpage unter www.petromove-invest.ch angepasst haben.”


Tatsächlich ist die Rendite-Versprechung abgeschwächt worden – aber weiterhin wirbt Petromove um Anleger.

Zum Anfang

Nach der ersten gemeinsamen Veröffentlichung von boerse.ARD.de und “plusminus” am 19. März 2014 meldet sich Matthias Oberli von sich aus nicht mehr bei der Redaktion.

Am 29. März – zehn Tage nach der Veröffentlichung – ist petromove-invest.ch eine leere, weiße Seite und de facto offline.

Für Dagmar nimmt es ein gutes Ende – für die anderen Aktionäre ist es dafür umso bitterer.

Zum Anfang

Im Dezember 2013 entschied sich Dagmar, ihr Geld zurückzuholen. Sie schickte immer wieder Mails an Petromove, telefonierte mit Firmenvertretern – aber ihr Geld bekam sie nicht.

Noch Anfang März berichtet uns Dagmar von einem längeren Telefonat mit einem der Telefonverkäufer: “Bestimmt hat er mir 15 Minuten oder länger wieder die Story der erfolgreichen Firma gepredigt, und dass er es nicht verstehe, dass ich diese tolle Rendite nicht mitnehmen möchte.”

Dagmar sagt, ihr werde stets versichert, dass sie das Geld zurückbekomme. Dieses Mal wird sie allerdings um zwei weitere Wochen vertröstet.

Zum Anfang

Dann geht es allerdings ganz schnell. Wenige Tage nach dem ARD-Interview mit Matthias Oberli und einen Tag vor der ersten Veröffentlichung bekommt Dagmar erstmals die schriftliche Zusage, dass sie ihr Geld zurückbekommen wird.

Tatsächlich erhält sie binnen weniger Tage ihr komplettes Geld zurück. Die genauen Hintergründe der Rückabwicklung bleiben unklar.

Ob Petromove mittlerweile wusste, dass Dagmar uns Anleger-Informationen geliefert hat, wissen wir nicht genau. Möglich ist es. Die Nähe zwischen Interview, Veröffentlichung und Rückabwicklung des Geschäfts ist jedenfalls auffällig.

“Ich habe sehr viel Glück gehabt”, weiß Dagmar. Kurz darauf wird klar, wie groß ihr Glück war.

Das ebenso traurige wie unglaubliche Ende der Geschichte.

Zum Anfang

Auch wenn die Werbung aus dem Internet verschwindet, gehen die Verkäufe von Aktien offenbar weiter. Mehrere Anleger, die bereits Petromove-Aktien gezeichnet hatten, berichten uns, dass sie nach der ARD-Berichterstattung wiederholt von Telefonverkäufern im Namen der Petromove AG angerufen worden sind.

Mitschnitte dieser Gespräche liegen boerse.ARD.de und “plusminus” vor. Inhalt: Die Verkäufer sagen, die Petromove AG stehe kurz vor der Übernahme durch einen russischen Großkonzern. Wenn man nun nochmal Aktien kaufe, könne man sie innerhalb weniger Wochen wieder mit einer großen Rendite verkaufen.

Hören Sie im Folgenden einen Auszug, in dem ein Anleger zum Kauf weiterer Aktien überredet worden ist. Aus rechtlichen Gründen und zum Schutz des Anlegers ist der originale Wortlaut nachgesprochen worden.

Zum Anfang
Video

boerse.ARD.de liegt ein Original-Mitschnitt dieses Verkaufsgespräches zwischen einem Verkäufer von Petromove-Aktien und einem Interessenten vor. Aus rechtlichen Gründen wurde der Wortlaut nachgesprochen.

Zum Anfang
Video

Anlegerschützer Andreas Lang rät Verbrauchern bei dieser Art von Verkaufsgesprächen dazu, sofort den Hörer aufzulegen.

Zum Anfang

Obwohl der Anleger die Berichterstattung über Petromove gesehen hatte und obwohl er erhebliche Zweifel am Angebot der Verkäufer hatte, zeichnete der Aktionär ein weitres Mal – in der Hoffnung, die Aktien rasch wieder mit saftiger Rendite verkaufen zu können.

Am 11. Juni bekommt er wie alle anderen Petromove-Aktionäre einen Brief von Matthias Oberli. Allerdings gratuliert Oberli nicht zum weiteren Aktienpaket, auch die “perfekte Übernahme” bestätigt er nicht.

Stattdessen ernste Worte zur Einleitung: “Die Petromove AG hat in den letzten Wochen und Monaten alles unternommen, um ihre finanziellen Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen.”

Finanzielle Schwierigkeiten? Davon war in offiziellen Mitteilungen der Petromove AG bisher nie die Rede.

Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 10. Juli 2014 können die Aktionäre über ein “Sanierungskonzept” abstimmen.

Zum Anfang

Pratteln, 10. Juli 2014, 9 Uhr. In diesem Bürogebäude hat die Petromove AG neben vielen anderen Firmen einige Räume angemietet. In einem Seminarraum findet die Generalversammlung der Petromove AG statt.

Etwa ein Dutzend Petromove-Aktionäre sind anwesend. Laut Oberli hat Petromove insgesamt circa 70 Aktionäre. Mit einer Vollmacht von Aktionären gelingt es Reportern von boerse.ARD.de und “plusminus”, daran teilzunehmen – und wiederum drängende Fragen zu stellen.

Zum Anfang

Mit ernster Miene erläutert Oberli, der als gelernter Landmaschinen-Mechaniker ein großes Tankstellen-Unternehmen aufbauen wollte, die Situation.

Ein Blick auf die Zahlen schafft Ernüchterung: Die Firma hat keine flüssigen Mittel mehr, hat hohe Forderungen von den Lieferanten abzustottern und gleichzeitig vergleichsweise geringes Vermögen. Passiert nichts, drohte Petromove binnen kurzer Zeit die Insolvenz, so Oberli.

Er schlägt den Anlegern ein “Sanierungskonzept” vor, das den Aktionären das ganze Drama vor Augen führt. Mit einem sogenannten Kapitalschnitt soll das komplette Aktienvermögen vernichtet werden. Dann würden alle Anleger ihr Geld verlieren; die Firma wiederum hat weniger Verbindlichkeiten und könnte frisches Geld direkt ins Wachstum stecken. Nur: An dieses Wachstum glauben die Aktionäre nicht mehr.

Ihre Alternative ist allerdings ebenso bitter: Verzichten sie nicht freiwillig auf ihre Anteile, dürfte Petromove bald pleite sein und sie hätten ihr Geld ebenfalls verloren.

Wie es auch kommt: Das Geld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit weg. Wenige Wochen, nachdem am Telefon noch von einer “perfekten Übernahme” die Rede war.

Zum Anfang

Bei der Abstimmung stimmen die versammelten Aktionäre mehrheitlich gegen das “Sanierungskonzept” und lassen Petromove lieber in die Insolvenz gehen.

“Es bringt ja eh nichts und so kann man vielleicht noch andere schützen”, erklärt der Münchener Rentner Christian Därndl, warum er gegen das “Sanierungskonzept” stimmte.

Die Insolvenz-Befürchtung bestätigt Matthias Oberli kurz darauf in einer Stellungnahme: “Die gesetzliche Grundlage setzt uns einen engen Rahmen und aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse, auch wenn wir nichts unversucht lassen, ist eine Insolvenz eine Frage von Wochen, nicht von Monaten.”

Aktionäre wie Christian Därndl dürften von einer möglichen Insolvenzmasse nichts bekommen und somit ihr gesamtes Geld verlieren.

Zum Anfang
Video

Christian Därndl hat viel Geld in Petromove investiert und fühlt sich nach der Generalversammlung betrogen.

Zum Anfang
Video

Für den Anlegerschützer Andreas Lang war die mögliche Pleite von Petromove absehbar.

Zum Anfang

Matthias Oberli lässt das Schicksal der Menschen offenbar nicht kalt. In einer Stellungnahme gegenüber boerse.ARD.de und “plusminus” bestätigt der Petromove-CEO, dass Mitarbeiter externer Unternehmen die Verkaufsgespräche im Namen von Petromove führten, ein Dienstleister also.

“Die Idee war es, eine beschränkte Anzahl von Kapital zu generieren, um das Wachstum soweit zu finanzieren, bis der Ausbau des Tankstellennetzes aus dem operativen Cash Flow heraus erwirtschaftet werden kann. Leider hat mit zunehmender Dauer die Art und Weise, wie potentielle Investoren angegangen wurden, eine gewisse Eigendynamik entwickelt.”

Von dieser “Art und Weise” – der mutmaßlichen Vorspielung teils falscher Tatsachen – distanziert sich Oberli ebenfalls, nachdem sich Aktionäre auf der Generalversammlung darüber beschwert hatten:

“Was da an mich herangetragen wurde, schockiert mich und ich distanziere mich in aller Form von diesem Verhalten. Solche Versprechungen können nur von Personenkreisen gemacht werden, welche den kurzfristigen Profit sehen. Ein Unternehmen, welches von einer nachhaltigen Partneschaft lebt, kann sich solche Gebaren nicht leisten.”

Zum Anfang

Zum Anfang

Zum Anfang

Wir treffen Günter Greimel am Morgen der Generalversammlung in Pratteln. Er hat sich mit seiner Frau am Vorabend um 23 Uhr ins Auto gesetzt, um die 530 Kilometer vom Salzburger Land nach Pratteln in Angriff zu nehmen.

Greimel ist 71 Jahre alt. Im Kofferraum seines roten Kombis liegen ein Paar Pantoffeln, eine Zahnbürste und etwas Waschzeug. Ein Hotel hat sich das Paar nicht genommen.

Greimel hat die Einladung zur Generalversammlung bekommen und etwas von den „finanziellen Schwierigkeiten“ gelesen. Das “Sanierungskonzept” hat er nicht verstanden.

Greimel und seine Frau sind nicht zum ersten Mal in Pratteln bei der Petromove AG. Wie Matthias Oberli in der Generalversammlung bestätigt, haben ihn beide bereits persönlich besucht, um sich vor ihrem Investment persönlich zu informieren.

Zum Anfang
Video

Günter Greimel hat über 100.000 Euro mit Petromove verloren. Nach dem Verlust seiner gesamten Existenz fühlt er sich gedemütigt.

Zum Anfang

Die Telefonverkäufer bringen den Rentner offenbar dazu, weitere Aktien zu kaufen. Wieder und immer wieder. Selbst, als die gesamten Ersparnisse des gelernten Maschinenbauers aufgebraucht sind.

“Die haben Versprechungen gemacht: Wir sollen mindestens 50.000 Anteile kaufen, sonst habe das alles keinen Sinn. Und die Russen würden alle Anteile aufkaufen mit einem riesigen Gewinn”, erinnert sich Greimel.

Am Ende nimmt Greimel eigenen Angaben zufolge sogar einen Kredit für 28.000 Euro auf, um nochmal ein Paket zu kaufen. Insgesamt investiert er nach eigenen Angaben 113.113,45 Euro in die Petromove AG.

Wenige Wochen nach dem letzten Kauf hat er alles verloren. Ersparnisse von Jahren sind weg. Es bleibt ein teurer Kredit, den er jetzt abbezahlen muss. Als Rentner mit 71 Jahren.

Mit einem geqäulten Lächeln verabschiedet er sich und macht den Kofferraum zu. “Ich habe ihm gesagt, er soll’s nicht machen”, flüstert uns seine Frau zu. Beide setzen sich in den roten Kombi und fahren zurück nach Österreich.

Die Reise nach Pratteln war vermutlich die teuerste ihres Lebens.

Zum Anfang

Zum Anfang

Schicksale wie die von Günter Greimel erschüttern. Sein komplettes Vermögen auf diese Art und Weise zu verlieren, sich mit 71 Jahren für Petromove zu verschulden – es fällt schwer, dafür passende Worte zu finden.

Er hatte Pech.

Auch bei Dagmar fehlte nicht viel und ihr komplettes Geld wäre weg gewesen.

Sie hatte Glück.

Zum Anfang

Diese Geschichte mag in ihrer Dimension nicht vergleichbar sein mit einer großen Pleite wie Prokon. Aber Petromove ist groß genug, um drei Aspekte desselben Problems aufzudecken.

Erstens natürlich Firmen wie Petromove – die bunten Bilder, die Internetauftritte, die Telefonverkäufe. Das Ende der Geschichte hat gezeigt, warum ein solches Vorgehen kritikwürdig ist.

Zum Anfang

Aber zu einem Geschäft gehören immer zwei. Menschen wie Dagmar. Getrieben von der eigenen Gier; dem Wunsch verfallen, mit Geld Geld zu verdienen; das Geschäft des Lebens zu wittern; und dabei völlig auszublenden, dass man von der ganzen Materie wenig bis gar keine Ahnung hat.

Die Anlegerschützer Renate Daum und Andreas Lang erfahren immer wieder von solchen Fällen.

Zum Anfang
Video

Finanzjournalistin Renate Daum sagt klar: Traum-Rendite und große Sicherheit auf einmal gibt es nicht.

Zum Anfang
Video

Anlegerschützer sieht auf Seiten der Anleger noch viel Unwissenheit.

Zum Anfang

Und drittens sollte es einen Unabhängigen geben, der das Geschäft kontrolliert. Den Staat.

Die Geschichte von Petromove zeigt aber, dass der graue Kapitalmarkt auch fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise immer noch dereguliert ist. Selbst die wenigen Instrumente, die es mittlerweile gibt, scheinen im entscheidenden Moment nicht zu greifen: Petromove sammelte als kleines Schweizer Tankstellenunternehmen monatelang Geld von deutschen Anlegern ein, ohne einen Börsenprospekt hinterlegt zu haben.

Zum Anfang
Video

Laut Renate Daum von der Verbraucherzeitschrift Finanztest gibt es weiterhin kaum Gesetze, die den Handel mit OTC-Aktien regeln.

Zum Anfang
Video

Anlegerschützer Andreas Lang verlangt, dass der Gesetzgeber den grauen Kapitalmarkt stärker reguliert.

Zum Anfang

Wenn es keine Unternehmen gäbe, die Jagd auf unwissende Kleinanleger machen. Wenn Menschen wie Dagmar nur Geschäfte abschließen würden, von denen sie etwas verstehen. Wenn die deutsche Politik ihre Ankündigungen wahr machen würde, um den grauen Kapitalmarkt stärker zu reguliert. Wenn die Aufsichtsbehörden und die Justiz mehr Mittel und Möglichkeiten hätten, gegen Anbieter wie Petromove vorzugehen.

Vielleicht zu schön, um wahr zu sein.

Zum Anfang
Video

Zum Anfang

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat verschiedene Informationen zum Thema Anlegerschutz am Grauen Kapitalmarkt zusammengestellt.

Grauer Markt und schwarze Schafe

Grauer Kapitalmarkt: Rendite und Risiko – Marktabgrenzung, Regulierung und Verantwortung des Anlegers

Die BaFin erfasst jeden Wertpapier-Prospekt in einer öffentlichen Datenbank. Verbraucher können dort recherchieren, ob ein Prospekt hinterlegt und veröffentlicht wurde. Der Prospekt selbst ist zwar nicht in der Datenbank eingestellt. Direkt zur Datenbank gelangen Sie hier, eine Gebrauchsanweisung der Datenbank finden Sie hier.


Auch die Stiftung Warentest bietet Informationen über den Grauen Kapitalmarkt, von denen einige aber kostenpflichtig sind – wie die “Warnliste Geldanlage”. Weitere Themen finden Sie auf einer Übersichtsseite zum Thema “Grauer Kapitalmarkt”.
Auch die Schweizer “Stiftung für Konsumentenschutz” beschäftigt sich mit dem Thema Anlegerschutz.

Die Österreichische Finanzmarktaufsicht liefert neben den “10 Geboten der Geldanlage” auch eine Liste der Unternehmen und Anbieter, vor denen die Aufsicht warnt.

Zum Anfang

“12 Prozent Rendite an der Tanke – Wie aus einer kleinen Tankstellenkette in der Schweiz ein Musterbeispiel für das Scheitern am Grauen Kapitalmarkt wurde” …

… ist eine multimediale Reportage von boerse.ARD.de in Zusammenarbeit mit der Redaktion von “plusminus” des Hessischen Rundfunks.

Autoren: Daniel Moßbrucker (boerse.ARD.de) und Jürgen Ackermann (hr/plusminus)

Fotos: Daniel Moßbrucker (41), Hannes Möller (1), dpa (13), Screenshots siehe Quelle (12), Dokumente (12), privat (1)

Videos: Hessischer Rundfunk

Bildredaktion und Info-Grafiken: Hannes Möller

Redaktion: Burghard Schnödewind (boerse.ARD.de) 
und Sabine Elke (hr/plusminus)

zum Impressum von boerse.ARD.de


Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden