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Finanzkrise-Chronologie

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Was teuer ist, muss gut sein, also kaufe ich es! Laut Nobelpreisträger Robert Shiller bringt dieses psychologische Fehlurteil, dieser „irrationale Überschwang“, normale Bürger dazu, auch dann noch Aktien oder Häuser zu kaufen, wenn sie wissen, dass diese eigentlich schon zu teuer sind...

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Zwischen 1975 und dem Allzeithoch im Juni 2006 stieg der Case-Shiller National Home Price Index um mehr als 600 Prozent. 2006/2007 platzt die Blase auf dem US-Immobilienmarkt, die Häuserpreise fallen auf breiter Front. Die kurzfristigen variablen Zinsen für Hypothekenkredite steigen von rund 1 Prozent im Jahr 2003 auf 5,75 Prozent im Jahr 2007. Die Finanzkrise nimmt ihren Lauf.

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Die größte europäische Bank, die britische HSBC, gibt eine Gewinnwarnung heraus. Sie muss faule Immobilienkredite, so genannte Subprime-Hypotheken, im Wert von 10,5 Milliarden Dollar abschreiben. Es ist die erste Gewinnwarnung in der Geschichte der 1865 gegründeten Bank.

Ausgerechnet eine europäische Bank steht also am Anfang einer schier endlosen Reihe von Gewinnwarnungen der Geldhäuser weltweit. Das kommt nicht von ungefähr: Die HSBC gilt als besonders aggressiver Player auf dem US-Hypothekenmarkt.

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Fehleinschätzungen zum Ausmaß der Finanzkrise hat es gerade in ihren Anfängen viele gegeben. Beispiel gefällig? Auf einer Banken-Konferenz in Chicago erklärt Fed-Chef Ben Bernanke im Mai 2007:

„Wir glauben, dass sich die Auswirkungen der Turbulenzen auf dem Subprime-Markt auf den breiten Immobilienmarkt in Grenzen halten werden. Wir rechnen nicht damit, dass die Subprime-Krise auf den Rest der Wirtschaft oder das Finanzsystem ausstrahlen wird.“  

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Der Preisverfall auf dem Immobilienmarkt und die gestiegenen Zinsen führen zu massenhaften Ausfällen bei Hypothekendarlehen. Die verbrieften Wertpapiere für Subprime-Hypotheken (lange hässliche Namen mit Abkürzungen wie ABS, MBS, CDS, CDOs) verlieren drastisch an Wert.

Erst jetzt sehen sich die Ratingagenturen gezwungen, diese Produkte – von Investmentlegende Warren Buffett bereits 2003 als „Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet – herabzustufen. Den Anfang macht Moody's im Juni 2007, im Juli folgen Standard & Poor's und Fitch.

Sie bringen damit einen Stein ins Rollen, der nicht mehr aufzuhalten ist. Sieht ganz so aus, als würde sich der 2006 in einer Email geäußerte Wunsch eines S&P-Angestellten nicht erfüllen:

"Lasst uns hoffen, dass wir alle reich und im Ruhestand sind, wenn dieses Kartenhaus in sich zusammenfällt. :o)"

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Zwei Hedgefonds der US-Bank Bear Stearns haben sich mit Investitionen in Subprime-Kreditderivate verspekuliert. Sie geraten in ernste Zahlungsschwierigkeiten und müssen von Bear Stearns mit 3,2 Milliarden Dollar gerettet werden.

Übrigens: Beide Fonds hatten nur in verbriefte Wertpapiere investiert, die von den Ratingagenturen die Topnoten „AAA“ oder „AA“ erhalten hatten. In den Jahren 2004 bis 2006 brachten sie Anlegern Renditen von 9 bis 17 Prozent pro Jahr.

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Bear Stearns steht mit dieser Strategie nicht alleine da: Jede Bank in der entwickelten Welt reitet auf der Welle der billigen Kredite an Schuldner von immer niedrigerer Bonität.

In einem Interview mit der „Financial Times“ Japan weist Citigroup-Chef Chuck Prince Ängste vor einer Finanzkrise zurück:

Wenn die Musik in Sachen Liquidität aufhört zu spielen, werden die Dinge kompliziert werden. Aber solange die Musik noch spielt, musst Du aufstehen und tanzen. Wir tanzen immer noch.“

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Auch die Dax-Anleger können es einfach nicht lassen, das Tanzbein zu schwingen. Der deutsche Leitindex überwindet seine alte Bestmarke vom 7. März 2000 (8.136,16 Punkte) und markiert bei 8.151,57 Punkten ein frisches Allzeithoch.

Die USA sind weit weg – was hat man in Deutschland schon mit amerikanischen Immobilien zu tun!?

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Solide, angesehen, langweilig: Dieser Ruf haftete der deutschen Mittelstandsbank IKB bis zum Juli 2007 an. Doch plötzlich ist von Langeweile keine Spur mehr! Die IKB meldet Finanzierungsprobleme bei ihrer im US-Hypothekengeschäft tätigen amerikanischen Zweckgesellschaft Rhineland Funding. Die Musik hat aufgehört zu spielen.
    
In einer Gemeinschaftsaktion deutscher Banken – allen voran die staatliche KfW-Bank als größte Anteilseignerin –  wird die IKB mit 7 Milliarden Euro gerettet. Vorläufig. BaFin-Chef Jochen Sanio warnt: „In Deutschland droht die schlimmste Finanzkrise seit 1931.“

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Es ist soweit, die Krise schwappt vom Nischenmarkt für verbriefte Subprime-Kredite plötzlich über ins Herz des modernen Finanzsystems: Der Interbankenmarkt friert ein.
Auf diesem Markt nehmen und vergeben die Banken untereinander Kredite, um ihren Liquiditätsbedarf auszugleichen. Das Gros dieser Kredite ist sehr kurzfristig, oft nur 24 Stunden („overnight").

Doch jetzt traut keine Bank mehr der anderen. Groß ist die Angst, dass die Kredit nehmende Bank über Nacht plötzlich Pleite geht.

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Jetzt müssen die Notenbanken ran: Die EZB pumpt 335 Milliarden Euro in das Bankensystem, die amerikanische Fed und die Bank of Japan unternehmen ähnliche Schritte. Es ist die erste konzertierte Aktion der weltweiten Notenbanken. Aber nicht die letzte.

In den folgenden Monaten werden Fed und EZB wiederholt an kritischen Tagen bis zu 100 Milliarden Euro an kurzfristiger Liquidität anbieten, um den Interbankenmarkt vor der Austrocknung zu bewahren. Für den Volksmund wird es Zeit, ein neues Wort zu lernen: "Geldspritze".

Nicht wenige Ökonomen sehen das aber kritisch: Mit ihren permanenten Liquiditätsspritzen seien die Notenbanken weniger "Feuerwehrmänner" denn "Brandbeschleuniger" der Krise.

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Verängstigte Kunden, die in Scharen zu den Bankfilialen strömten, lange Schlangen vor den Geldautomaten – diese Bilder gehen um die Welt. Binnen zwei Tagen ziehen die Kunden der britischen Hypothekenbank Northern Rock mehr als 2 Milliarden Pfund ab.

Es ist der größte "Bank Run" in Großbritannien seit mehr als 100 Jahren. Northern Rock wird mit einem Schlag zum Symbol der Finanzkrise. 

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Merrill Lynch & Co., der größte US-Broker und das drittgrößte Wertpapierhaus der USA, muss auf "toxische Wertpapiere" (vorwiegend CDOs) 8,4 Milliarden Dollar abschreiben.

Das bringt Merrill-Lynch-Chef John Thain nicht nur die Wut der Aktionäre ein – sondern auch einen höhnischen Kommentar von Richard Fuld, seines Zeichens CEO von Lehman Brothers.

Zu diesem Zeitpunkt steht Lehman deutlich besser da als die Konkurrenz. Richard Fuld ist ein Mann, der hohes Ansehen genießt: "The Survivor" titelt die "New York Times" im Oktober 2007 über ihn.

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Der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) schockiert die Börse mit unerwarteten Abschreibungen in Höhe von 390 Millionen Euro auf amerikanische CDOs. Noch im November 2007 hatte HRE-Chef Georg Funke beteuert, sein Unternehmen sei von der globalen Finanzkrise kaum betroffen.
    
Schnell werden Vorwürfe laut, die HRE habe gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen und kursrelevante Informationen zurückgehalten.

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Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen – als einer der schwärzesten Tage, den die Weltbörsen je erlebt haben. Rezessionsängste lösen an Europas Börsen einen panischen Ausverkauf aus.

Der Dax fällt um 7,2 Prozent, damit werden rund 50 Milliarden Euro Börsenwert auf einen Schlag vernichtet. Es ist der größte prozentuale Dax-Verlust seit den Anschlägen vom 11. September 2001. 

"Es herrscht die nackte Panik", sagt ein Händler in Frankfurt. "Wir sehen den klassischen Crash."

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Nach Gerüchten über eine Zahlungsunfähigkeit von Bear Stearns übernimmt Konkurrent JPMorgan die Bank für 240 Millionen Dollar. Mit rund 2 Dollar je Aktie liegt der Kaufpreis 93 Prozent unterhalb des letzten Börsenkurses. Ein Jahr zuvor war das Papier noch mehr als 170 Dollar wert. 
    
Der Fall Bear Stearns tritt eine "Todesspirale" los – Gerüchte, wer als nächstes zahlungsunfähig sein könnte, kochen am Markt hoch.

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Rose Theater, Time Warner Center, New York. Auftritt David Einhorn (rechts im Bild). Der Chef des Hedgefonds Greenlight Capital spricht erstmals öffentlich über Ungereimtheiten in der Lehman-Bilanz – und wettet ungeniert auf einen Kursverfall der Aktie.

Das lässt Lehman-Chef Richard Fuld, wegen seiner legendären Wutausbrüche an der Wall Street auch "Gorilla" genannt, nicht auf sich sitzen: "Ich will ihm das Herz herausreißen und es vor seinen Augen essen, während er noch lebt!" 

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Unglaublich, aber wahr: Mitten in der Finanzkrise erhöht die Europäische Zentralbank aus Angst vor Inflation den Leitzins auf 4,25 Prozent. Volkswirte sind überrascht bis schockiert: Schließlich haben es die Unternehmen auch so schon schwer genug.

Zum Vergleich: Die amerikanische Fed hat zu diesem Zeitpunkt 2008 bereits viermal die Zinsen gesenkt, zuletzt im April auf 2,0 Prozent.

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Die US-Regierung rettet die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac und übernimmt eine Bürgschaft über 200 Milliarden Dollar. „Faktisch bedeutet das eine staatliche Übernahme“, schreibt das „Wall Street Journal“.

Die US-Regierung will damit eine weitere Eskalation der bedrohlichen Krise am amerikanischen Finanzmarkt vermeiden. Doch schon vier Tage später...

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AIG meldet einen Rekord-Quartalsverlust von 5,3 Milliarden Dollar. Die größte amerikanische Versicherungsgesellschaft muss 11 Milliarden Dollar auf ihr Kreditversicherungsportfolio abschreiben. Die Aktie bricht um 30 Prozent ein.

Am selben Tag weist Lehman Brothers einen Rekord-Quartalsverlust von 3,9 Milliarden Dollar aus. Ein Jahr zuvor hatte Lehman noch 870 Millionen Dollar verdient. Der Aktienkurs bricht um 46 Prozent ein. Die letzten Tage des Traditionshauses sind eingeläutet.

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Am Freitagabend des 12. September bestellt Finanzminister Paulson alle Größen der Wall Street in die New Yorker Fed ein. Einer steht allerdings nicht auf der Einladungsliste: Lehman-Chef Richard Fuld. In den folgenden 48 Stunden geht es nur um ein Thema: Was soll mit Lehman Brothers geschehen? Der Chef der New Yorker Fed und spätere Finanzminister Timothy Geithner stellte früh klar: „Diesmal wird es keine öffentlichen Gelder für eine Bankrettung geben.“

Nach zähem Ringen scheint ein Deal gefunden, die britische Barclays Bank könnte Lehman übernehmen. Doch die US-Regierung weigert sich, Garantien in Höhe von 70 Milliarden Dollar zu übernehmen – der Deal platzt, das Schicksal von Lehman ist besiegelt.

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Anders als bei früheren Fällen wie Fannie Mae und Freddie Mac ist die US-Regierung nicht bereit, Lehman zu retten. Es ist der große Sündenfall der Finanzkrise. Doch warum waren Paulson und Bush so störrisch?

Auf der Suche nach möglichen Gründen stößt man schnell auf persönliche Interessen, die ganz offensichtlich über das Wohl der weltweiten Wirtschaftsentwicklung und damit der globalen Bevölkerung gestellt wurden.

1. In der amerikanischen Wählerschaft ist die Stimmung seit der Rettung von Fannie Mae und Freddie Mac gekippt, das Verständnis für die Rettung einer Bank mit Milliarden Steuergeldern wäre gering, befürchtet die Regierung Bush, die sich mitten im Wahlkampf mit Barack Obama befindet.

2. Die Geschichte der Lehman-Pleite ist auch die Geschichte des Duells zweier Männer – John Paulson vs. Richard Fuld. Paulson war als Chef von Goldman Sachs jahrelang ein erbitterter Konkurrent von Richard Fuld, ehe er im Juli 2006 Finanzminister der Regierung Bush wurde.

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Lehman Brothers meldet Konkurs nach Chapter 11 an, die Insolvenzmasse summiert sich auf 613 Milliarden US-Dollar. Es ist die größte Pleite, welche die Welt jemals gesehen hat. Zehnmal größer als die des US-Energieriesen Enron 2001. Es ist zugleich das Ende einer Traditionsbank, vor 158 Jahren von jüdischen Auswanderern aus dem fränkischen Rimpar gegründet.

Die Finanzwelt steht am Abgrund, Chaos regiert. Banken leihen sich kein Geld mehr, das Vertrauen ist futsch.

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Es ist wohl die berühmteste Überweisung in der Geschichte der Finanzkrise: Die staatseigene Förderbank KfW überweist am Morgen des 15. September Lehman Brothers 320 Millionen Euro.

Offenbar sah sich über das Wochenende in der KfW niemand veranlasst, ein Auge auf die Geschehnisse bei Lehman zu werfen. Vorurteile vom schlafmützigen Staatsbeamtenbanker werden bestens bedient. Die „Bild“-Zeitung macht daraus die Schlagzeile: „Deutschlands dümmste Bank“.

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Haben Regierung und Notenbank der USA aus ihren Fehlern gelernt? Im Gegensatz zum Fall Lehman Brothers gewährt die Fed dem strauchelnden Versicherungsriesen AIG einen Notkredit über 85 Milliarden Dollar – und übernimmt im Gegenzug 80 Prozent der Anteile.

Für das Schlussquartal weist AIG mit 61,7 Milliarden Dollar den größten jemals von einem Unternehmen gemeldeten Verlust aus.

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Die Wall-Street-Legende Warren Buffett ist immer für eine Überraschung gut. Mitten in der Finanzkrise geht der Star-Investor einen klassischen antizyklischen Deal ein, als er der maroden Großbank Goldman Sachs 5 Milliarden Dollar leiht.

Denn Warren Buffett liebt es zu kaufen, wenn andere in Panik verkaufen, getreu seinem Motto: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“

Seine Gier wird übrigens belohnt: 2011 lässt er sich die Finanzspritze zurückzahlen - und kassiert einen Gewinn von rund 3,7 Milliarden Dollar.

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Angesichts der grassierenden Unsicherheit nach der Lehman-Pleite kann der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate seine kurzfristige Refinanzierung übers Wochenende nicht mehr sicherstellen.

Die Zeit drängt, bald machen die Börsen in Asien auf. Endlich, am Montag, kurz nach Mitternacht, finden Bundeskanzlerin Angela Merkel und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in einem Telefongespräch eine Lösung: Der Staat und die Banken sichern gemeinsam 35 Milliarden Euro über Bürgschaften.

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Wie dramatisch die Situation war, beschreibt Deutschlands oberster Bankenaufseher Jochen Sanio mit deutlichen Worten:

„Das deutsche Kreditwesen wäre untergegangen. Es hätte die Insolvenz der Hypo Real Estate am Montagmorgen nicht überlebt. (…) In dieser Situation hätte es den Untergang des Weltfinanzsystems gegeben. Sie wären aufgewacht und hätten sich in dem Film ,Apocalypse Now‘ befunden.“

Später werden - nie bestätigte - Gerüchte laut, die Bundesbank habe für den Fall des Zusammenbruchs der HRE mit Einschränkungen des Zahlungsverkehrs gedroht, um eine Massenpanik zu verhindern.

Josef Ackermann meinte dazu später vor dem Untersuchungsausschuss lapidar: "Es war ein interessantes Wochenende."

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Sperriger Name, große Summe: Nach zähem Ringen verabschiedet die US-Regierung das Troubled Asset Relief Program, kurz TARP: 700 Milliarden (700.000.000.000) Dollar, um den Finanzsektor zu retten. Finanzminister Paulson zwang die 13 großen amerikanischen Institute zur Annahme des Geldes (Zwangsrekapitalisierung).

Wer sich immer noch fragt, warum die amerikanischen Banken die Finanzkrise so schnell hinter sich lassen konnten, während die europäischen Institute noch jahrelang mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren – hier ist eine der Antworten.

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Das Rettungspaket für die Hypo Real Estate platzt, da das Institut plötzlich einen wesentlich höheren Kapitalbedarf anmeldet. Das Dax-Unternehmen kämpft ums Überleben. Mal wieder.

Die Bundesregierung und Banken stemmen ein neues Rettungspaket. Das Volumen diesmal: 50 Milliarden Euro. Doch auch dieses Geld soll nicht lange reichen: Letztlich bedarf es staatlicher Garantien und Beihilfen in dreistelliger Milliardenhöhe, um die HRE vor dem Kollaps zu bewahren.

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Es ist ein denkwürdiger Auftritt: Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt eine Komplettgarantie für private Spareinlagen, die unbegrenzt gelten soll: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind."

Damit will die Regierung einen Bank-Run verhindern, also dass Sparer massenhaft ihr Geld von den Banken abheben.

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Die Finanzkrise trifft mit voller Wucht auf Island. Um einen drohenden Staatsbankrott abzuwenden, muss die Regierung gleich drei Geldhäuser verstaatlichen. Im Verhältnis zur Größe seiner Wirtschaft ist Islands Banken-Zusammenbruch der größte von allen Ländern in der Wirtschaftsgeschichte.

Der aufgeblähte Bankensektor brachte Island zeitweilig das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt ein – und den kleinen Inselstaat fast zu Fall. Die Party ist vorbei für Island, die kleine Insel, die versuchte, die Welt zu kaufen.

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Mit der Verstaatlichung der isländischen Kaupthing Bank bahnt sich nach dem Waterloo um wertlose Lehman-Zertifikate das nächste Drama für deutsche Sparer an. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verhängt noch am selben Tag ein Moratorium – ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot über die deutsche Niederlassung der Kaupthing Bank. Damit will sie einen überstürzten Abzug der Einlagen verhindern.

34.000 Kunden hat Kaupthing zu diesem Zeitpunkt in Deutschland: 6,1 Prozent für 12-Monats-Festgeld, 5,65 Prozent fürs Tagesgeld – da waren einige deutsche Sparer schwach geworden. Doch hohe Renditen und hohe Sicherheit sind an den Finanzmärkten niemals gleichzeitig zu haben.

Jetzt müssen die deutschen Sparer um ihre Einlagen fürchten. Denn Kaupthing ist bloß in der isländischen Einlagensicherung, nicht aber in der deutschen...

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Europa erlebe heute einen „Exzess der Märkte“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Dieser Exzess müsse wieder „eingezwängt werden in eine soziale Ordnung“. Sie sei sich mit Sarkozy einig, dass dies nur zu schaffen sei, „wenn Frankreich und Deutschland eng zusammenarbeiten“.
    
Am Wochenende vereinbaren die wichtigsten Industrienationen (G7) einen Fünf-Punkte-Plan gegen die Krise. Das Volumen: 1 Billion Euro.

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Die Bundesregierung stemmt ein 500 Milliarden Euro schweres Banken-Rettungspaket. Zentrales Element: die Einrichtung eines „Finanzmarktstabilisierungsfonds“. Frankreich präsentiert einen 360 Milliarden Euro umfassenden Hilfsplan.

An den Börsen wird das gemeinsame Vorgehen der großen Industrienationen frenetisch gefeiert. Neue Hoffnungen auf eine rasche Eindämmung der Finanzkrise keimen empor. Der Dax schnellt 11,4 Prozent in die Höhe auf 5.062 Punkte. Das ist der größte prozentuale Tagesgewinn in der Geschichte des Dax.

Wenn die Anleger da mal nicht etwas voreilig sind...

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Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute senken ihre Wachstumsprognose für Deutschland wegen der Krise von 1,4 auf 0,2 Prozent und sehen die Bundesrepublik "am Rande einer Rezession". Ökonomen befürchten, dass es zu einem „Ansteckungseffekt“ ("spillover") zwischen Finanz- und Realwirtschaft kommt. Dass aus der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise wird.

Erinnerungen an den Oktober 1929 werden wach: Damals entwickelte sich aus dem Zusammenbruch der New Yorker Börse die Weltwirtschaftskrise. Firmenpleiten, Massenarbeitslosigkeit und Armut waren die Folge.

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Nach massiven Mittelabflüssen stoppen zwei offene Immobilienfonds ihre Auszahlung. In den vergangenen Monaten hatten sich unzählige Kleinanleger in das vermeintlich sichere „Betongold“ geflüchtet. Sie sahen in den offenen Immobilienfonds eine solide Trutzburg in unsicheren Börsenzeiten. Nun werden sie eines Besseren belehrt.

Alleine während der kommenden zwei Tage schließen neun weitere offene Immobilienfonds ihre Pforten. Viele Anleger werden über Jahre hinweg nicht an ihr Geld kommen.

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Nach einem Verlust von 285 Millionen Euro im dritten Quartal nimmt die Commerzbank als erste deutsche Privatbank Gelder des Sonderfonds der Regierung zur Rettung der Banken (SoFFin) in Anspruch. Der Bund gewährt eine stille Einlage über 8,2 Milliarden Euro und wird damit quasi Großaktionär der Bank. Im Gegenzug werden Vorstandsgehälter gedeckelt und Dividenden gestrichen.

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Jetzt ist es offiziell: Die Finanzkrise ist in der deutschen Wirtschaft angekommen. Erstmals seit fünf Jahren steckt Deutschland in der Rezession. Im dritten Quartal 2008 schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 0,5 Prozent. Bereits im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gesunken.

Von einer Rezession sprechen Ökonomen, wenn eine Volkswirtschaft mindestens zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativen Wachstumsraten verzeichnet.

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Die G20, bestehend aus den 20 führenden Industrie- und Schwellenländern, legen auf dem Weltfinanzgipfel in Washington den Grundstein für eine neue globale Finanzarchitektur. Damit wollen sie eine Wiederholung der aktuellen schweren Finanzkrise verhindern.

Doch dabei handelt es sich mehr um eine Demonstration guten Willens. Verbindliche Maßnahmen? Fehlanzeige! Diese sollen auf einem späteren Gipfel beschlossen werden.

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Es ist an der Zeit, einen neuen Begriff zu lernen: QE – Quantitative Easing. Die amerikanische Notenbank Fed unter der Leitung von Ben Bernanke startet eine neue unkonventionelle Maßnahme im Kampf gegen die Finanzkrise: das Anleihenkaufprogramm QE1. Es hat einen Umfang von 800 Milliarden Dollar. Allein 500 Milliarden Dollar fließen in den Kauf hypothekenbesicherter Wertpapiere von Fannie Mae, Freddie Mac und Ginnie Mae.
     
Das Programm wird bis Juni 2010 laufen. QE2 (November 2010 bis Juni 2011) und QE3 (September 2012 bis Oktober 2014) sollen folgen.

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Die EZB senkt den Leitzins völlig überraschend um 75 Basispunkte auf 2,5 Prozent. Es ist der größte Zinsschritt in der Geschichte der europäischen Zentralbank seit ihrer Gründung 1998. Doch was auf den ersten Blick so aggressiv anmutet, ist vielleicht doch nicht genug.

Andere Notenbanken gehen jedenfalls sehr viel weiter, um Markt und Wirtschaft neues Leben einzuhauchen....

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Eine Woche vor Weihnachten beginnt in der amerikanischen Geldpolitik eine neue Ära: Die Fed senkt das Zielband für den Leitzins auf das historische Tief von 0,0 bis 0,25 Prozent – und damit deutlich stärker als von Experten erwartet. Anleger feiern diesen unorthodoxen Schritt mit hohen Kursgewinnen, der Dow Jones Index legt am selben Tag 4,2 Prozent zu.

Was zu diesem Zeitpunk noch niemand wissen kann: Es wird stolze sieben Jahre dauern, bis sich die amerikanische Notenbank an die erste zaghafte Zinserhöhung wagt.

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Der Kursverlust im deutschen Leitindex Dax im Finanzkrisen-Jahr 2008 beläuft sich auf 40 Prozent. Wohl dem Anleger, der jetzt die Nerven behält und nicht verkauft. Doch diesen psychischen Druck aushalten, das können wohl nur wenige.

Die Behavioral Finance Forschung macht unmissverständlich klar: Teuer einzukaufen und billig zu verkaufen ist einer der häufigsten Anlegerfehler.

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Milliardenrisiken ließen die Übernahme der Dresdner Bank für die Commerzbank zur Gefahr werden. Der Bund hilft deshalb mit einer weiteren Kapitalspritze von 10 Milliarden Euro aus – und übernimmt im Gegenzug 25 Prozent der Bank.
Der Aktienkurs der Commerzbank bricht bis zu 21,3 Prozent ein und fällt auf ein neues Allzeittief. Der Dax verliert bis zum Börsenschluss 1,7 Prozent auf knapp 4.880 Punkte.

"Keiner weiß, welche Hiobsbotschaften uns noch blühen, und alle haben Angst, sich die Finger zu verbrennen", sagt ein Händler.

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Anders als die Commerzbank will - und wird - die Deutsche Bank die Krise ohne staatliche Hilfe durchstehen. Die Bilanz des Jahres 2008 fällt allerdings düster aus: Unter dem Strich verbuchte Deutschlands größtes Geldhaus mit einem Minus von 3,9 Milliarden Euro den ersten Jahresverlust seit dem Zweiten Weltkrieg.

Doch die Bank ist nicht nur Opfer, sondern auch Täter: Acht Jahre später verhängt das US-Justizministerium wegen Tricksereien mit hochkomplexen Immobilien-Papieren eine Strafe von 7,2 Milliarden Dollar gegen die Deutsche Bank. Begründung:

Die Deutsche Bank hat nicht nur Anleger in die Irre geführt: Sie trug auch direkt zu einer internationalen Finanzkrise bei.“

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Der neu gewählte Präsident der USA, Barack Obama, ist sich absolut bewusst: Die Vereinigten Staaten befinden sich in der „größten Krise seit der Großen Depression“. Er fackelt deshalb nicht lange.

Nur einen Monat nach seiner Amtseinführung verabschiedet er mit seiner Regierung ein gigantisches Konjunkturpaket über 787 Milliarden Dollar. Mit dem Programm sollen 3,5 Millionen neue Stellen geschaffen und die Konsumausgaben angekurbelt werden.

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Gerade einmal zwei Monate im Amt ruft Präsident Barack Obama sein Volk zum Aktienkauf auf. Selten zuvor hat ein US-Präsident versucht, die Börse so unmittelbar zu beeinflussen. Ein „Call“ mit dem womöglich besten Timing aller Zeiten:

„Wir erreichen langsam einen Punkt, an dem es ein gutes Geschäft sein könnte, Aktien zu kaufen, sofern Sie eine Langzeitperspektive haben.“

Der gute Mann sollte ja so Recht behalten... 

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Nur drei Tage nach dem legendären Call von Barack Obama, am 6. März 2009, markieren Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 ihre Finanzkrisen-Tiefs. Der marktbreite S&P 500 fällt im Tagesverlauf bis auf 666 Punkte.
    
Nach dem Wochenende vollziehen die europäischen Indizes die Kursverluste an der Wall Street nach: Der Dax bricht bis auf 3.589 Zähler ein – der tiefste Stand seit November 2003. An den Börsen herrscht Weltuntergangsstimmung.

Doch wie heißt es so schön: Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Tag am nächsten.

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Sie feilschten und sie pokerten. Und am Ende erklärten sich alle zu Siegern: Die G-20-Staaten wollen die Wirtschaftskrise mit mehr als einer Billion Dollar bekämpfen. Große Summen und große Rhetorik gehen dabei in London Hand in Hand. 

So erklärt Gordon Brown, britischer Premierminister und Gastgeber des G20-Gipfels:

"Dies ist der Tag, an dem die Welt zusammengekommen ist, um die Rezession zurückzuschlagen."

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„Alle Einlagen der Kaupthing Edge Deutschland werden zurück gezahlt.“

Das ist die Nachricht, auf die 34.000 deutsche Anleger gewartet haben. Damit endet ein langes Tauziehen. Lange war bezweifelt worden, ob die Kaupthing Bank die Mittel aufbringen kann. Die Rückzahlung der Guthaben soll einen Monat später, am 22. Juni 2009, starten.

Doch haben die deutschen Sparer, immer auf der Pirsch nach der Bank mit dem höchsten Zinsversprechen, aus dem Kaupthing-Desaster wirklich etwas gelernt?

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Die US-Notenbank publiziert das desaströse Resultat des Banken-Stresstests: Zehn Großbanken brauchen rund 75 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital. Finanzminister Timothy Geithner versucht, die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen: Keinem der Geldinstitute drohe die Pleite. Die große Mehrheit dieser Banken werde sich in den kommenden sechs Monaten genügend privates Kapital beschaffen können.

Tatsächlich sollte die umfassende Rekapitalisierung der US-Banken der Schlüssel zu ihrem ebenso raschen wie erfolgreichen Comeback werden.

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Da kann einem schon mal schwindelig werden: Die deutsche Wirtschaft ist im Abwärtstaumel. Das Bruttoinlandsprodukt sinkt das vierte Quartal in Folge. Von Januar bis Februar verringerte es sich gegenüber dem Vorquartal um 3,8 Prozent.

Der Wert ist historisch: Seit die Ökonomen im Jahr 1970 begannen, das BIP in Deutschland quartalsweise zu vergleichen, haben sie noch nie einen solch starken Rückgang verzeichnet.

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Dank steigender privater wie staatlicher Konsumausgaben fasst die Konjunktur wieder Tritt, die deutsche Wirtschaft wankt aus der Rezession: Nach vier Quartalen mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung ist das BIP im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen.

Die deutsche Wirtschaft hat damit ihre Talsohle erreicht. Ab jetzt geht es wieder aufwärts.

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Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern. Jetzt bekennt auch der neu gewählte griechische Premierminister George Papandreou Farbe und erklärt, die Staatsfinanzen seien gefälscht gewesen. Das griechische Budgetdefizit sei doppelt so hoch, wie von der vorherigen Regierung kommuniziert und würde rund 12 Prozent des BIP betragen.
   
Die Eurokrise beginnt. Doch das, ja das ist eine andere Geschichte.

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2009 hat die deutsche Wirtschaft den stärksten Einbruch der Nachkriegszeit erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 5,0 Prozent im Vergleich zu 2008. Doch einmal mehr sollte sich eine alte Börsenwahrheit bestätigen, wonach an der Börse die Zukunft gehandelt wird.

In einer rekordverdächtigen Rally seit Anfang März legte der Dax 2009 insgesamt rund 25 Prozent zu – das neuntbeste Jahresergebnis seiner Geschichte. Kurz vor Jahresende knackte das Börsenbarometer sogar die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten und lag damit nur noch knapp 250 Zähler unter seinem Stand unmittelbar vor der Pleite von Lehman Brothers im September 2008.

Rückblickend markierte das Finanzkrisen-Tief vom 9. März den Beginn eines neuen Bullenmarktes, der nun schon mehr als acht Jahre andauert – und damit zu den längsten Bullenmärkten in der Geschichte der Börse zählt.

Apropos Börsenwahrheit: Wer sagte doch noch gleich „sei gierig, wenn andere ängstlich sind“?

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ist eine Produktion von boerse.ARD.de.

Autorin: Angela Göpfert

Bildredaktion und Grafik: Hannes Möller

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'Die Jahrhundert-Pleite' ist ein Film über eine Bank und zugleich über die erschreckenden Mechanismen der Weltwirtschaft.

Er zeigt, dass der Glaube an ökonomische Sicherheit eine Illusion ist.

Und er belegt, dass Regierungen faktisch machtlos sind, wenn die Drahtzieher in einem entfesselten Kapitalismus agieren dürfen wie Zockerkönige in einer Spielbank.

Sehe Sie hier die komplette, Dokumentation aus dem Jahr 2009.

Länge: 45 Minuten

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Was teuer ist, muss gut sein, also kaufe ich es! Laut dem Nobelpreisträger Robert Shiller bringt dieses psychologische Fehlurteil, dieser „irrationale Überschwang“, normale Bürger dazu, auch dann noch Aktien oder Häuser zu kaufen, wenn sie wissen, dass die eigentlich schon zu teuer sind... 

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Übersicht

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Kapitel 1 Das Vorgeplänkel

Immobilienkrise usa 2007 dpa 62093446

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Gehirn dollarzeichen colourbox19574588

Fred
Kapitel 2 Die Vertrauenskrise

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Eiszeit dollars eingefroren colourbox25620491

Feuer

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Kapitel 3 Der Crash

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Lehman pleite dpa ap 66101742

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Kapitel 4 Die Ansteckung

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Nyse 1929 dpa 50628127

Immobilienfonds geschlossen

Commerzbank rettungsschirm dpa 13104808
Kapitel 5 Das Happy End

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Barack obama imago77789580h

Nyse haendler verzweifelt

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Kapitel 6 Bonus

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