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Jahresrückblick 2015

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Die finanziellen Probleme Griechenlands sollten uns von Anfang an begleiten. Sogar ein möglicher Ausstieg aus der Euro-Zone drohte.
Im Januar wählte das griechische Volk das Duo Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis zu seinen Vertretern, die daraufhin die EU kräftig aufmischten. Das Land wollte sich vom "Spardiktat" der Währungsgemeinschaft lösen. Während der Grexit durch die Köpfe geisterte, litt auch der deutsche Aktienmarkt. 

Mehr dazu:
Finanzmärkte im Dauerstress

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Wann kommt die US-Zinswende? Diese Frage hält die Wirtschaft 2015 in Atem. Jedes Wort von Fed-Chefin Janet Yellen wird auf die Goldwaage gelegt, um den Zeitpunkt für eine mögliche Erhöhung des Leitzinses abzuleiten.
Yellen warnte aber bereits, die Bedeutung eines ersten Zinsschrittes solle nicht überbewertet werden – auch bei einer Erhöhung bleibe die Geldpolitik der Fed schließlich expansiv. 

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Janet Yellen sammelt Briefmarken und Indexfonds

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Schon im Januar machte die Europäische Zentralbank eins klar: Es bleibt locker auf den Finanzmärkten. Die EZB wird sie weiterhin mit billigem Geld fluten, um Kreditvergaben zu erleichtern und die europäische Konjunktur zu beflügeln. Am 9. März startete zudem ein Programm für den Ankauf von Staatsanleihen – Quantitative Easing genannt.

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Mario Draghi - der entschlossene Italiener

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Die EZB-Niedrigzinspolitik trieb auch so manchem Sparbuch-Anhänger die Tränen in die Augen. Das und die Krisensorgen ließen viele konservative Anleger in Bundesanleihen flüchten.
Dieser Run auf die Papiere führte im April zu einem Rekord-Zinstief. Für Staatswertpapiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren hätte man im April mickrige 0,1 Prozent bekommen. Bei fünfjährigen Bundesanleihen mussten Anleger sogar draufzahlen, um ihr Geld festlegen zu dürfen - die Rendite ist in den negativen Bereich abgedriftet.

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Zehnjahreszins auf Rekordtief

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Nach dem Zinstief folgte, was folgen musste: eine Korrektur am Rentenmarkt. Die Kurse der Anleihen stürzten Ende April/Anfang Mai regelrecht ab. Das schlug sich natürlich auf die lange so beliebten Rentenfonds nieder. Die größten Verlierer beim Rentencrash waren Fonds-Produkte, die auf sogenannte Langläufer setzen. Diese verzeichneten wegen ihrer langen Restlaufzeit die größten Kursverluste. "Kurzläuferfonds" konnten den Kurseinbruch bei den Bundesanleihen dagegen besser verdauen - ihr Nachteil ist allerdings, dass sie eine noch geringere Rendite bieten.

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Das böse Erwachen

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Die Schweizer Nationalbank gibt den Franken frei - der Mindestkurs zum Euro wird gekappt. Es sei auf Dauer zu teuer gewesen, den Franken weiter zu deckeln, erklärt ein Vertreter der SNB: "Hochgerechnet auf einen Monat hätten wir alleine im Januar für 100 Milliarden Franken intervenieren müssen." Die unerwartete Abkopplung sorgt für ein Beben an den Finanzmärkten.

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Der Franken ist den Schweizern zu teuer

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Die Annexion der Krim durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin beschäftigte uns bereits im Frühjahr 2014. Doch ihr Einfluss währt fort. 
Russland wird für sein Vorgehen ins politische Exil geschickt, der Westen verhängt Wirtschafts-Sanktionen gegen das Land. Der Rubel verliert an Wert. Die vom Ölexport abhängige Wirtschaft Russlands erleidet durch den Preisverfall des schwarzen Goldes einen zusätzlichen Schlag. 

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Der Rubel rollt wieder

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Ein höheres Warenangebot drückt den Preis - das ist ein ebenso bewährter wie alter Wirtschaftsmechanismus. Und dieser greift dieses Jahr beim Ölpreis - denn auf dem Markt herrscht ein zuvor nie vorhandener Angebotsüberhang. Vielen Unternehmen kommt der Preisverfall zu Gute. Transportfirmen beispielsweise, die von billigem Kraftstoff profitieren.

Mehr dazu:
Ölpreis im Abwärtssog

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An den Rohstoffmärkten sah es 2015 grundsätzlich nicht allzu rosig aus. Auch den Goldpreis traf es, das Edelmetall erreichte ein Fünf-Jahres-Tief.
Wenn für Gold-Fanatiker eine Krise anbricht, ist der Rest der Welt aber meist gut gelaunt: Das Edelmetall gilt als Krisen-Währung - verfällt also sein Preis, sehen Anleger positiv gestimmt in die Zukunft. Das war auch 2015 der Fall, als der Griechenland-Konflikt entschärft und mit einer guten Konjunktur in den USA und Europa gerechnet wurde.

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Kommt Gold groß raus?

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Die anhaltend ultra-lockere Geldpolitik der Zentralbanken macht die Märkte nervös. Auch die Deutsche Bundesbank empfindet mehr und mehr Unbehagen über die Marschrichtung Mario Draghis. Indes flüchten Anleger in Aktien, in den Märkten geht es nahezu beständig bergauf. Steht die nächste Finanzkrise also schon vor der Tür?

Mehr dazu:
Wo bleibt der Crash? 

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Das Platzen der Blase an der chinesischen Börse war wohl absehbar: Teenager, Rentner, Taxifahrer – sie alle wurden vom Börsenfieber gepackt. Und kauften die Aktien auf Pump. Ein IPO jagte das nächste. Banken und Staat räumten Kredite für Anleger ein, die Regierung förderte den Aktienkauf als neuen Wohlstands-Generator. Im Juni folgte dann der Crash.
Der Staat versuchte, die Börsen mit drastischen Maßnahmen zu stützen: Die Notenbank senkte den Leitzins und stellte der Börsenaufsicht Gelder bereit, um selbst Aktien zu kaufen. Neue Börsengänge wurden gestoppt, der Yuan abgewertet. All dies führte allerdings zu einer zweiten Blase – eine sogenannte Echo-Blase, die als Reaktion auf die Stützungsversuche folgte.

Mehr dazu:
Waren die Chinesen im Aktienrausch?



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Die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon kostete elf Menschen das Leben. Im Oktober, fünf Jahre nach der Katastrophe, wurde der Ölkonzern BP verurteilt. Zu einer Strafe von umgerechnet 18,5 Milliarden Euro - ein trauriger Rekord. Damit sind alle Forderungen, ob von der US-Regierung, den Staaten oder Privatleuten, abgegolten. 

Mehr dazu:
BP ist frei von Deepwater Horizon

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Nach den Angriffen auf die Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo im Januar schlug der Terror erneut in Paris zu. Am 13. November stürmen Vermummte mehrere Orte der französischen Hauptstadt. Die Attentäter ziehen durch die Straßen, schießen wild um sich. Im Stadion Stade de France spielen die deutsche und die französische Nationalmannschaft gegeneinander, in der Nähe zündet eine Bombe. Insgesamt sterben 130 Menschen. Dennoch eröffnete die Börse am Montag nach den Anschlägen. 

Mehr dazu:
Pariser Börse am Montag geöffnet

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Einmal mehr sorgte der Weltfußball-Verband Fifa für Diskussionsstoff. Eine ominöse Zahlung über zwei Millionen Schweizer Franken von Fifa-Urgestein Sepp Blatter an den damaligen Uefa-Chef Michel Platini machte Furore. Die Fifa-Sponsoren distanzierten sich.
Bis auf einen: Adidas. Der Hersteller von Sportbekleidung aus dem Dax ist zu abhängig von den Einnahmen rund um die Fußball-Veranstaltungen, als dass er Kritik an Blatter und seinem Verband geäußert hätte.

Mehr dau:
Adidas in der Fifa-Zwickmühle

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Ein Dax-Konzern wird zum Übernahmeziel: Der Düngemittelhersteller Potash aus Kanada gab im Juni seinen Gefallen an dem Kasseler Unternehmen K+S bekannt.
Ein Angebot über den Kauf der Aktien wurde dem K+S-Vorstand vorgelegt, der Titel legte daraufhin ordentlich zu. Doch K+S lehnte das Angebot ab.
Nach einigem Hin und Her und diversen Versuchen, den Kasselern den Zusammenschluss doch noch schmackhaft zu machen, gab Potash Anfang Oktober auf und zog sein Angebot zurück. Ende November werden Gerüchte laut, dass Potash doch noch nicht genug hat von K+S - um prompt wieder dementiert zu werden.

Mehr dazu:
Wird K+S im zweiten Anlauf übernommen?

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Freuen konnten sich Aktionäre der Vonovia, ehemals Deutsche Annington. Das erste Mal stieg ein Immobilienkonzern in den Dax auf. Im September ersetzte Vonovia damit Lanxess.

Mehr dazu:
Vonovia ersetzt Lanxess im Dax

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Dass Eon und RWE mit dem bevorstehenden Atomausstieg zu kämpfen haben, ist bekannt. Dass sie dafür möglicherweise nicht genug Rückstellungen gebildet haben, aber nicht: Doch laut einem Gutachten von Wirtschaftsprüfern im September sei dies der Fall. Die Aktien der Stromversorger rauschten ab.
Die Bundesregierung gibt Entwarnung – nach ihrer Einschätzung seien die Reserven groß genug, die Steuerzahler müssten nicht einspringen.

Mehr dazu:
Kein Stress mit dem Atomausstieg

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Fakt bleibt nur, dass Eon im November Abschreibungen auf seine Kraftwerke vornahm. Und daraufhin einen Rekordverlust bekannt geben musste.
Bei RWE fiel das Ergebnis nicht so hart aus – dort wurde allerdings auch im dritten Quartal noch nicht abgeschrieben. Dementsprechend könnte das böse Erwachen noch folgen.
Im Dezember gab auch RWE die Aufspaltung des Konzerns bekannt und folgt damit dem Vorbild des Konkurrenten Eon.

Mehr dazu:
RWE: Aus eins mach zwei

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Im Mai wurde die Wahl auf der „Insel“ von der ganzen EU mit Spannung verfolgt – wurde die Entscheidung doch auf zum Votum für oder gegen die gemeinsame Union.
Denn der amtierende Premier David Cameron hatte angekündigt, dass er eine Volksabstimmung zum Verbleib in der EU durchführen wird, sollte er von den Briten im Amt bestätigt werden. Und das wurde er. 2017 soll sich entscheiden, ob die Briten weiterhin EU-Mitglied sein wollen.

Mehr dazu:
Brexit: gefährlicher als der Grexit

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Am 3. August verstarb Johanna Maria Quandt im Alter von 89 Jahren im hessischen Bad Homburg. Die BMW-Großaktionärin galt als bodenständige Dame. 

Mehr dazu:
Die Quandts: Hollywoodreife Familien-Saga

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Das Online-Auktionshaus feiert seinen 20.Geburtstag. Die Idee stammt von dem US-Informatiker Pierre Omidyar. Eigentlich war Ebay nur als Experiment gedacht. Ein Experiment, das seinen Schöpfer reich machen sollte.
1998, drei Jahre nachdem die Seite online gegangen war, wagte Ebay den Börsengang. Nun ist das Auktionshaus bereits 20 Jahre alt geworden. Seinen Geburtstag feierte Ebay übrigens ohne den Bezahldienst PayPal – zumindest auf dem Parkett. PayPal wurde im Juli abgespalten und gesondert an der New Yorker Börse gelistet.

Mehr dazu:
Erfolgsgeschichte mit ungewisser Zukunft

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Der „Neue“ nimmt Platz auf einem skandalgerüttelten Chefsessel: John Cryan tritt sein Amt bei der Deutschen Bank an. Gemeinsam mit Jürgen Fitschen wird er bis 2016 die Geschicke des Kreditinstituts leiten – danach ist er allein an der Macht.  Ob er es schaffen wird, all die Rechtsstreitigkeiten und Skandale der letzten Jahre aufzuarbeiten? 

Mehr dazu:
Wer ist John Cryan?

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Volkswagen schockierte: Bei Fahrzeugtests wurden Abgaswerte manipuliert. Strafzahlungen und Klagen drohen, vor allem in den USA können Letztere gigantische Ausmaße annehmen. Der Börsenwert des Unternehmens sackte zeitweise um über 50 Prozent ab. Manager Martin Winterkorn musste seinen Hut nehmen, ans Ruder wurde Porsche-Chef Matthias Müller gesetzt. Doch an der Personalie Müller werden schon nach wenigen Wochen im Amt Zweifel laut - ein externer Kandidat wäre besser für den Posten.

Mehr dazu:
VW wird zur Glaubensfrage

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Commerzbank-Chef Martin Blessing ist passionierter Läufer. Doch in diesem Marathon überquert er nicht die Ziellinie: Blessing will seinen Vertrag als Vorstand der krisengeschüttelten Commerzbank 2016 nicht verlängern - obwohl er darum gebeten wurde. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen, meint Blessing. Doch er sehe die Commerzbank auf einem guten Kurs.

Mehr dazu:
Commerzbank tut das Unfassbare

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Schon beim Verkaufsstart seiner neuen Smartwatch sollte Apple seinen Investoren die Info schuldig bleiben, wie gut der Absatz der Uhren läuft. Daran sollte sich auch in den nächsten Quartalsberichten nichts ändern. Ein schlechtes Zeichen? 
Zumindest bildeten sich keine Warteschlangen vor den Apple-Stores, als die Smartwatch am 24. April an die Handgelenke ihrer neuen Besitzer geht. Das liegt allerdings daran, dass die Uhr nicht im stationären Handel vertrieben wurde - sondern ausschließlich online.

Mehr dazu:
Die Apple Watch ist da - und kaum einer merkt's

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Fintech ist die Kurzbezeichnung für Finanz-Startups. Und diese machen der traditionellen Banken-Branche ganz schön Feuer unter dem eingesessenen Allerwertesten. Mit Apps für die Kontoführung und Robotern als Anlageberater wollen sie die stationären Bankfilialen endgültig überflüssig machen. 

Mehr dazu:
Die Fintech-Revolution

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Ein Trend greift um sich: Versicherer nehmen vor den klassischen Lebensversicherungen Reißaus. Im Juli verkündet der drittgrößte Branchenvertreter Talanx, dass er ab Ende 2016 nur noch Produkte vertreiben will, bei denen keine feste Verzinsung mehr garantiert wird. Die anhaltenden Niedrigzinsen zwingen die Versicherer zum Umdenken.

Meh dazu:
Tod eines Anlegerlieblings

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"Unser Jahr 2015"

...ist ein multimedialer Rückblick auf das Jahr 2015 von boerse.ARD.de 

Fotos: dpa picture alliance, colourbox, photos.com, Google, K+S, Vonovia, Ebay

Audios und Videos: Hessischer Rundfunk

Redaktion: Claudia Wiggenbröker

Grafik und Bildredaktion: Hannes Möller und Martin Brandt

Impressum von boerse.ard.de

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