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100 Jahre BMW AG

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Gegen Ende des Ersten Weltkriegs, am 13. August 1918, wird die 1913 in München gegründete Bayerische Motorenwerke GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt - das ist der Anfang einer unglaublichen Börsen-Erfolgsgeschichte. Wir blicken zurück auf die Gründungsphase des Unternehmens, die Anfänge vom besten Flugmotor seiner Zeit zum ersten BMW-Motorrad, die Rolle BMWs als Rüstungskonzern im Zweiten Weltkrieg und den anschließenden Aufstieg zur weltweit bekannten Premium-Marke.

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Die Anfänge von BMW liegen bei Karl Rapp und Gustav Otto. Aus der Flugmaschinenfabrik Gustav Otto geht 1916 auf staatlichen Wunsch die Bayerische Flugzeugwerke AG (BFW) hervor. Die 1913 gegründete Rapp Motorenwerke GmbH wird  1917 zur Bayerische Motoren Werke GmbH. Am 13. August 1918 wird das Unternehmen in eine AG umgewandelt.

1922 überträgt die BMW AG ihr operatives Geschäft und ihren Namen auf die BFW.

Nach dem Ersten Weltkrieg darf BMW keine Flugzeugmotoren mehr bauen, stattdessen werden Eisenbahnbremsen und Einbaumotoren gefertigt. 1920 wird das Unternehmen an die Knorr-Bremse AG verkauft.

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1922 kauft der italienisch-österreichische Industrielle Camillo Castiglioni den Motorenbau und die Marke BMW und gründet durch die Verschmelzung mit den Bayerischen Flugzeugwerken die BMW AG neu. Das Unternehmen zieht auf das Oberwiesenfeld in München, wo heute noch der Konzernsitz ist.

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1923 fallen die kriegsbedingten Beschränkungen wieder, man kann wieder Flugmotoren bauen. Außerdem steigt BMW ins Motorradgeschäft ein.

1923 entwickeln Max Friz und Martin Stolle das erste BMW-Motorrad, die R 32, und legen damit den Grundstein für eine neue Produktionslinie: Motorräder. Friz braucht für den Entwurf der R 32 nur fünf Wochen.

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Am 25. Juni 1926 wird die BMW-Aktie an den Börsen in Berlin und München eingeführt. Das Konsortium besteht aus der Deutschen Bank, der Disconto-Gesellschaft, der Darmstädter Nationalbank und dem Bankhaus A. E. Wassermann.

Allein in den vergangenen 30 Jahren hat sich die BMW-Stammaktie in etwa verzehnfacht.

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Im Jahr 1928 übernimmt BMW die Fahrzeugfabrik Eisenach A.G., den Hersteller des Kleinwagens Dixi, und wird so zum Automobil­hersteller. Am 22. März 1929 produziert BMW im thüringischen Eisenach sein erstes Serienautomobil. Das Modell heißt 3/15 PS bzw. DA 2 und ist eine Weiterentwicklung des Modells Dixi 3/15 DA.

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1932 folgt der erste "echte" BMW der AM-Baureihe mit der Bezeichnung AM1 (für "Automobilkonstruktion München Nr. 1"). Es folgen die Modelle 326, 327 und 328.

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Infolge des ab 1933 wieder stark erweiterten Flugmotorenbaus wird die Auto- und Motorradsparte fast zum Nebenzweck.

1934 gliedert die BMW AG die Flugmotoren-Sparte in die BMW Flugmotoren GmbH aus. Die Produktion erfolgt in der neuen BMW Flugmotorenfabrik Allach GmbH (heute MTU Aero Engines). Später entsteht die Flugmotorenfabrik Eisenach. Danach kommen weitere Unternehmen aus der Branche hinzu.

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BMWs Flugzeugmaschinenbau bekommt im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten einen kräftigen Schub. Von 1933 bis 1939 verneunfacht sich der BMW-Umsatz auf rund 280 Millionen Reichsmark. 1944 liegt der Umsatz bereits bei 750 Millionen Reichsmark.

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Im Jahr 1941 muss BMW auf staatliche Anweisung die zivile Produktion von Flugmotoren und Automobilen ganz einstellen, stattdessen wird das Deutsche Reich der einzige Kunde. Neben den Flugzeugmotoren produziert BMW nun auch Motorräder vom Typ R 75 und leichte Geländewagen des Typs 325.

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Die Produktion in diesem Ausmaß ist nur möglich, weil der Konzern in großem Maßstab Strafgefangene, osteuropäische Kriegsgefangene, aus Westeuropa stammende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge einsetzt.

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Der Zweite Weltkrieg hinterlässt schwere Schäden an den Werken, zudem werden wichtige intakte Maschinen im Zuge der Reparationsleistungen demontiert. Die Fabrik in Eisenach fällt an die sowjetische Besatzungsmacht. Ab Mitte der 50er Jahre wird hier der Wartburg produziert.

Im Stammwerk in München werden vorübergehend unter anderem Haushaltsgeräte produziert.

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1948 folgt dann das Motorrad R24. Durch die Wirren des Krieges hatte BMW die Konstruktionszeichnungen des Vorgängermodells R 23 verloren, das in Eisenach produziert worden war. BMW zerlegt und vermisst eine R 23 und stellt so bis zum Sommer 1947 die Konstruktionszeichnungen zusammen.

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1952 folgt die Limousine 501. Die Luxuslimousine und ihr Nachfolger 502 verkaufen sich schlecht und stürzen das Unternehmen zusammen mit schwindenden Motorradverkäufen in eine tiefe Krise.

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Auch der legendäre Kleinwagen Isetta kann das nicht verhindern.

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Ende der Fünfziger Jahre fährt BMW hohe Verluste ein. Der Konkurrent Daimler-Benz will die Gesellschaft auf der Hauptversammlung am 9. Dezember 1959 übernehmen. Doch die Aktionäre und weitere Interessengruppen verhindern das erfolgreich.

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Von so viel Kampfgeist beeindruckt, steigt der Industrielle Herbert Quandt Anfang 1960 mit frischem Kapital bei BMW ein. Er hält nun rund 60 Prozent an den Münchenern.

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Auf der IAA 1961 stellt BMW den 1500 vor, eine viertürige Mittelklasse-Limousine. Der Wagen wird ein riesiger Erfolg. Es folgen die Modelle 1600, 1800 und 2000.

Ab 1965 konzentriert sich BMW voll und ganz auf die Produktion von Automobilen und Motorrädern. Man trennt sich von der Flugmotorenfertigung und vom Werk Allach. Dieses wird an MTU verkauft.

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Gogomobile auf Parkplatz Dingolfing Glaswerke

1967 kauft BMW den Konkurrenten Hans Glas GmbH, um seine Kapazitäten zu erweitern. BMW erhält dadurch die Standorte in Landshut und Dingolfing.

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Im Jahr 1970 beginnt die Ära von Vorstandschef Eberhard von Kuenheim. Der Manager führt BMW bis 1993. In dieser Zeit steigt der Umsatz um den Faktor 18. Es entstehen neue Fabriken in Deutschland, Österreich, Südafrika und den USA.

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1973 eröffnet BMW in München zusammen mit der markanten "Schüssel" des BMW Museums die neue BMW Konzernzentrale ("Vierzylinder") - in der Nähe des Olympiageländes. Entworfen wurde es vom Wiener Architekten Karl Schwanzer. Es steht heute unter Denkmalschutz.

Im amerikanischen Spielfilm "Rollerball" stellt der Vierzylinder das Hauptquartier eines von mehreren weltbeherrschenden Megakonzernen dar.

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1987 erschaffen die Münchener die ultimative Provokation. Der BMW 750i/L wird von einem Zwölfzylinder mit fünf Liter Hubraum und 300 PS angetrieben, der erste aus deutscher Produktion seit über 50 Jahren. Die Konkurrenz und speziell Mercedes ist von diesem Coup geschockt. Erst vier Jahre später kontern die Stuttgarter mit einem eigenen Zwölfzylinder mit 300 KW beziehungsweise 408 PS.

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Dick Evans (l), und der BMW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder am 31. Januar 1994 in London

1994 kauft BMW unter der Leitung von Vorstandschef Bernd Pischetsrieder (rechts im Bild) den britischen Rover-Konzern. Das Engagement entwickelt ich zu einem Milliardengrab. Sechs Jahre später verkauft BMW Rover wieder für den symbolischen Preis von nur zehn Pfund und behält nur die Marke Mini. Die Geländewagensparte Range Rover geht an Ford.

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2003 übernimmt BMW die Markenrechte an der Luxusmarke Rolls-Royce. Im Bild der Rolls-Royce Phantom.

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Ein Jahr später eröffnet BMW sein erstes Werk in China (Werk Dadong in Shenyang).

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Im Jahr 2013 bringt BMW sein erstes Elektroauto auf den Markt - den i3. Das Auto verfügt über eine besonders leichte Karosserie aus Carbon.

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Video: Glanz und Elend eines Weltkonzerns

Vor zwei Jahren feierte BMW offiziell sein 100-jähriges Bestehen. Hier ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks zu den Höhen und Tiefen des Unternehmens (44 Min.).

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