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Los geht's

Der Jahrhundert-Crash

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Einleitung

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Vor zehn Jahren kollabierte Lehman Brothers und erschütterte die Finanzwelt in ihren Grundfesten. Haben wir aus dieser Krise gelernt? Das Fernsehteam rund um Markus Gürne geht der Frage nach.

Ein Multimedia-Special zur 60-minütigen TV-Dokumentation von phoenix und der ARD-Börsenredaktion.
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Diese Bilder der Lehman-Pleite bewegen die Welt: Mitarbeiter von Lehman Brothers verlassen die Bank Hals über Kopf - mit ihren Habseligkeiten in einem Pappkarton.


Vielen in der Finanzszene ist klar, da ist etwas Außergewöhnliches passiert. Aber kaum einer versteht die tieferen Zusammenhänge. Die Lehman-Bank ist nur der Katalysator, der Auslöser der Krise. Auf der Suche nach den wahren Gründe muss man viel tiefer gehen…
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Wie alles begann

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Über vier Jahrzehnte währte der Immobilienboom. Für jeden benachteiligten US-Bürger ein Haus, für die amerikanische Bauwirtschaft ein paradiesischer Boom. So versuchten die US-Regierungen den amerikanischen Traum lebendig zu halten“.
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Schnell wird der deutschen Öffentlichkeit vermittelt: Die Schuldigen finde man in den USA: die „zockenden“ Investmentbanker. Das Paradebeispiel eines gierigen Zockers verkörpert Leonardo die Caprio eindrucksvoll in dem Film "The Wolf of Wall Street" von Regisseur Martin Scorsese.
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Die Krise ging um die Welt. Immer mehr Länder rutschten in die Rezession, ihre Wirtschaft schrumpfte, Firmen gingen pleite, Menschen wurden arbeitslos.

Ein globaler Jahrhundert-Crash.

2008 war uns gar nicht klar, wie risikoreich unser vernetztes Finanzsystem ist. Experten sprechen vom systemischen Risiko.

Erst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 wurden wir uns dessen bewusst. Wir lernten, welche fatalen Kettenreaktionen einsetzen können. Ein schmerzhaftes Lernen, das aber half, die Krisenanfälligkeit zu senken - zumindest in einigen Bereichen.
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Die Lehman-Opfer

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Viele Anleger, die in Lehman-Zertifikate investiert haben, müssen begreifen, dass ihnen der Totalverlust droht.

Eines der Opfer: Cornelia Bickert.

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Lehman-Chef Dick Fuld gilt damals in der Branche als zielstrebig und aggressiv. Er wird das Gesicht der Finanzkrise. Ihm und seiner Bank hat Cornelia Bickert einen Teil ihrer Altersvorsorge anvertraut.

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Cornelia Bickert hatte in den Dax in Form eines Lehman-Zertifikaten investiert. Das Problem: Zertifikate sind im Pleitefall nicht abgesichert. 50.000 Bürgerinnen und Bürger sind wie sie betroffen von der Lehman-Pleite.

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Rechtsanwalt Matthias Schröder kennt viele Fälle wie den von Cornelia Bickert. Er reichte zusammen mit seinem Partner in der Kanzlei die erste Klage ein.

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Die Krise managen

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Warum waren eigentlich die deutschen Landesbanken so hoch in die toxischen Papiere investiert?

Dazu müssen wir zurückgehen ins Jahr 2000:  Eigene Liquidität war für die öffentlichen Banken noch billig, da die Länder für die Wertpapiere der Landesbanken hafteten.

Aber die EU änderte dieses 'Geschäftsmodell'. Die  Staatsgarantien wurden gestrichen. Bis 2005 gab es eine Übergangsfrist. Weil Geld am Kapitalmarkt dann für die Landesbanken teurer wurde, nutzten die Banken die Frist und suchten neue Geschäftsfelder. Diese sollten möglichst risikolos sein, aber hohen Profit abwerfen.  
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Die Landesbanken steckten ihr Geld in toxische Papiere. Diese Papiere galten zu dem Zeitpunkt noch nicht als toxisch, weil sie von Ratingagenturen gut benotet wurden. Das änderte sich, als die Immobilienkrise losging. Es gab reihenweise Opfer – unter deutschen Banken und besonders unter den Landesbanken.


Jahrelang hatten deutsche Ministerpräsidenten und deren Kassenwarte nicht so genau hingeschaut, mit welch hohen Risiken die Landeskassen arbeiteten. Solange die Gewinnserie anhielt, interessierte sich niemand dafür. Die finanziellen Verluste waren gigantisch. Insgesamt 70 Millarden Euro, schätzen Experten. Der Steuerzahler musste büßen.
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Aber diese Zusammenhänge sind im Oktober 2008 kaum einem klar. Es ist die Zeit der Krisensitzungen und Eilverfahren. Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der CDU erinnert sich gut daran.

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Für Cornelia Bickert steht fest, sie muss für Ihre Entschädigung kämpfen. Deutsche Banken haben es da leichter. Im Oktober 2008 wird das Finanzmarktstabilsisierungsgesetz durch den Bundestag gebracht, in der Rekordzeit von nur fünf Tagen. Die Kanzlerin, die Finanzpolitiker der Regierung, die Vertreter der Finanzindustrie: sie sind mit den Ergebnissen der Bankenrettung zufrieden.  
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Für eine kritische Prüfung bleibt keine Zeit. Gerhard Schick, damals finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, bemühte sich in den Jahren danach intensiv um eine Aufarbeitung der Finanzkrise.

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Aber Peer Steinbrück und Angela Merkel gehören zum Spitzenpersonal ihrer jeweiligen Parteien und haben kein Interesse an Transparenz. 2009 sind Wahlen. Fraktionsdisziplin verhindert Aufklärung und Untersuchungsausschuss.
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Ja, der Bundestag hat schnell entschieden und deutsche Banken entschlossen gerettet. Doch im Vergleich zu anderen Ländern intransparent und mit hohem Einsatz von Steuergeldern.
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Greift die Regulierung

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Schädliche Folgen von Spekulation einzudämmen, dafür zu sorgen, dass Banken für Ihr Geschäft haften, dass sie stabil sind und sicher wirtschaften: Das sicherzustellen ist Aufgabe der Finanzaufsicht.

Für Deutschland übernehmen das die Bundesbank und die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Bonn.

Ein Mittel, um die Belastbarkeit von Banken in Krisenzeiten zu prüfen, ist der sogenannte "Stresstest".
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Banken erleiden Erschütterungen, und diese haben oft Folgen. Doch wann bringt ein Beben eine Bank zum Einsturz? Diese Frage soll der so genannte Banken-Stresstest beantworten. Simuliert wird darin, dass die Bank unter 'Stress' gerät, zum Beispiel in einer Rezession. Oder wenn massenhaft Menschen arbeitslos würden und ihre Konten plünderten. Die Bank müsste auf einmal viel Geld auszahlen. Würde sie dies überleben oder würde sie in der Folge zusammenbrechen?

Stresstests sollen zeigen, wie sicher unsere Banken sind und damit auch wie sicher unser Finanzsystem ist.

Das Problem aber war: Nach der Lehman-Krise folgten Euro-Schuldenkrise und Griechenlandkrise. Kein gutes Umfeld, um Banken wirklich zu stressen und ernsthaft auf ihre Krisenanfälligkeit zu testen.
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Im Juni 2018 verkündet EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici stolz: Die griechische Krise sei jetzt vorbei. Das Rezept: Eine Mischung aus Schuldenschnitt, rigider Sparpolitik und Krediten. Und beharrlichem Schweigen der Politik darüber, wem die Griechenlandrettung vor allem diente.
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Es gibt eine ganze Menge neuer Vorschriften und Regelungen seit Lehman. Aber machen sie in Summe unser Finanzsystem sicherer? Experten meinen, die etliche Vorschriften sind nicht genügend auf Wirksamkeit gerpüft. Und in den USA weicht Trump die Regeln gerade wieder auf.

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Politik und Finanzlobby

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Kulturwandel - oder alles wie gehabt?

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Neue Gefahren

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"Der Jahrhundert-Crash - Wie sicher ist unser Geld? Ein Wirtschafts-Check mit Markus Gürne“
hat ein Journalisten-Team des Ereignis- und Dokumentationskanals phoenix und der ARD-Börsenredaktion unter Federführung des  Hessischen Rundfunks (hr) die komplexen Hintergründe der Krise von 2008 aufgearbeitet.

Dieses Special basiert auf einem Film von Stephan Beuting und Jean-Christoph Caron; redaktionelle Mitarbeit: Bettina Seidl (hr)
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