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Fußball und Finanzen: Simon Rolfes

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Fußball und Finanzen

Schon als Kind hatte der ehemalige Nationalspieler Simon Rolfes Fußball im Kopf - aber nicht nur: Er interessierte sich ebenfalls für die Welt der Finanzen.

Sein Job nach dem Profisport dreht sich auch um dieses Thema. Und um die Fragen, wie man eine Sportlerkarriere anfängt und beendet. 








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Simon Rolfes begann schon im Kindergartenalter, Fußball zu spielen. Später sollte ihn sein Weg bis in die Nationalelf führen. Bei Bayer Leverkusen entwickelte er sich zum Stammspieler, stand zehn Jahre für den Verein auf dem Platz.

Fußball war also Rolfes Ding, keine Frage. Aber wie genau kam er eigentlich mit der Finanzwelt in Berührung?

Nun, auch da hat er bereits als Knirps seine ersten Erfahrungen gemacht. Wenn auch nicht die erfreulichsten:
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Doch wo sind sie denn eigentlich, die Gemeinsamkeiten zwischen der Finanzwelt und dem Fußball? Nun, gleichermaßen beliebt sind sie schon mal nicht.

Laut dem Statistikportal Statista interessierten sich 24 Millionen Deutsche im Jahr 2017 ganz besonders für die Sportart Fußball. Gerade einmal 3,5 Millionen brennen dagegen für Aktien und Investmentfonds - so war es zumindest im Jahr 2016.

Simon Rolfes erklärt, dass die Themen Börse und Geldanlage auch bei den Fußballern nur selten zum Gesprächsstoff in der Umkleidekabine gehören:





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Und doch sieht der 35-Jährige einen entschiedenen Zusammenhang zwischen den beiden Metiers: die Perspektive.

Ein langfristiger Blick spielt nämlich nicht nur für Simon Rolfes als Anleger eine Rolle. Sondern auch in seinem neuen Job.




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Rolfes neuer Job: Er ist Karriere-Manager, unter anderem für junge Spieler. Jene Spieler, die ähnlich wie solide Unternehmen Potential haben. Der Ex-Profi versucht, dieses Potential zu fördern: Was kann der Nachwuchs tun, um es bis an die Spitze zu schaffen?  

"Diese jungen Spieler haben ein hohes Niveau. Sie müssen aber außergewöhnlich gut sein." Und die Hürde danach, die zum Profi, sei dann noch einmal höher. "Ich habe diese Phasen alle selbst bewältigt", erzählt Rolfes. "Das hilft den Jungs." 

Zudem möchte der Ex-Fußballer bereits erfolgreichen Sportlern helfen, ihren Weg für die Zeit nach der Sportler-Karriere rechtzeitig zu finden. Denn das, erzählt Simon Rolfes, sei oft ein schwieriges Thema für aktive Athleten. Er kennt das.




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"Was willst du mal machen?"

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Rolfes gibt 2015 das Ende seiner Karriere bekannt. Das Ende nach zehn Jahren als Stammspieler bei Bayer Leverkusen, Nationalspieler, Vize-Europameister, Vize-Meister mit Bayer, DFB Pokalsieger und Deutscher Meister mit Werder Bremen.

Sein neuer Beruf hat Rolfes vor völlig andere Herausforderungen gestellt. Die gehören für Ottonormal schon immer zum Arbeitsalltag - aber für einen Profisportler sind es neue Erfahrungen.


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So ein bisschen Adrenalin - das vermisst Simon Rolfes schon an seiner jetzigen Tätigkeit. 

Was er nach seiner Sportler-Karriere machen will, darüber hat sich der Fußballer rechtzeitig Gedanken gemacht. Allerdings räumt er ein, dass er sich nicht freiwillig mit der Frage: "Was kommt danach?" beschäftigt hat.

Mit 28 Jahren zog sich der Bayer-Star eine schwere Knieverletzung zu. An Fußball war nicht zu denken.

Das brachte ihn ins Grübeln.
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Für Simon Rolfes ist es noch heute wichtig, dass er das Ende als Fußballprofi selbst bestimmen konnte: Kein Manager, der meint, Rolfes kriegt keinen Vertrag mehr. Keine Verletzung. 

Das ISS-Institut für Sportmanagement stellte fest, dass es einem Profi umso schwerer fällt, sich vom Fußball zu lösen, je länger seine Karriere dauert.

Das Auseinandersetzen mit deren Ende ist emotional also äußerst unangenehm für aktive Sportler...



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Zwei Drittel der aktiven Spieler würden sich nicht zielgerichtet auf eine neue Karriere vorbereiten, sagt die Fußballergewerkschaft VDV.

Die Suche nach neuen Aufgaben ist also die eine Sache. Die finanzielle Vorsorge eine weitere - besonders, wenn die Findungsphase nach dem Fußball länger dauert.
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Das liebe Geld

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Die mentale Herausforderung ist also die eine Sache. Die finanzielle eine andere.

Simon Rolfes führt sein Unternehmen nicht allein, sondern gemeinsam mit einem Partner: Markus Elsässer. Der berät die Sportler in Geldangelegenheiten.

Denn für Profisportler sei es ein besonderes Risiko, wenn sie finanziell aufs falsche Pferd setzen, meint Rolfes: 
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Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 sind 25 Prozent der Ex-Profis pleite. 

Ottonormal kann sich kaum vorstellen, dass man nach einer Fußballerkarriere nicht ausgesorgt hat. Man muss aber bedenken, dass zwischen der ersten, zweiten und dritten Liga große Unterschiede in den Gehältern bestehen.

Es gibt aber auch Spieler, die sehr gut verdienen und dann über die Strenge schlagen. Oft herangezogenes Beispiel ist hier der Ex-Mittelstürmer Ailton. 

Simon Rolfes erklärt, er habe keine Probleme gehabt, bedächtig mit seinem Verdienst als Erstliga-Star umzugehen. Aber er kann verstehen, warum das für manche seiner Kollegen schwierig ist. 
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Einen Mittelweg finden. Für manch einen Beobachter scheint es, dass "Mittel" kein Maßstab mehr im Fußball ist - hier herrschen Superlative. Schließlich fließen üppige Transfersummen: 

Neymar: 222 Millionen Euro
Dembelé: 105 Millionen Euro
Pogba: 105 Millionen Euro 
Bale: 101 Millionen Euro 
Ronaldo: 94 Millionen Euro 
Higuain: 90 Millionen Euro

Ein Wahnsinn, meint auch Simon Rolfes. Aber einer, an den wir uns gewöhnen werden:
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Bei seiner persönlichen Anlagestrategie setzt Simon Rolfes nicht auf Fußball - oder auf die Unternehmen, die man damit verbinden könnte.

Denn Bayer-Aktien hält Simon Rolfes nicht. Nach seiner zehnjährigen Geschichte mit Bayer 04 Leverkusen ist ihm das Risiko zu hoch, sich in seine Anteilsscheine zu verlieben - ein absolutes NoGo.

Und wie beurteilt der Ex-Leverkusener die Aktien des BVB - dem einzigen deutschen Verein, der an der Börse notiert ist? 
Es scheint nicht an den Schwarz-Gelben zu liegen, dass Simon Rolfes zurückhaltend reagiert:


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Credits

"Fußball und Finanzen: Simon Rolfes" ist ein multmedialer Pageflow von boerse.ARD.de.

Redaktion: Burghard Schnoedewind
Autorin: Claudia Wiggenbröker
Videos und Schnitt: Marc Brockmöller
Fotos: colourbox, dpa picture alliance, Imago
Bildredaktion: Hannes Möller

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