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Jahresrueckblick 2016

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Aufregung in Kopf und Kasse

Als Anleger kann es einem schon den Schweiß auf die Stirn treiben, schlägt sich ein Unternehmen vernichtend an der Börse. Hatte man dagegen den richtigen Riecher, sorgt das für helle Aufregung in Kopf und Kasse. Mal ganz zu schweigen von all dem Jubel und dem Leid, die Übernahmen mit sich bringen.
  
Doch all diese Attribute gelten nicht nur für den einzelnen Anleger. Kurstreiber und -vernichter, Aufreger, Jubelnde und Leidende, Übernahmen - all das gab es im Börsenjahr 2016. Und das nicht zu knapp... 

Grund genug, diese spannenden Monate noch einmal Revue passieren zu lassen - mit unserem Jahresrückblick 2016.




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Kurstreiber und -vernichter

Sie fassen ihn nicht an. Ist ja auch eine heikle Sache. Schließlich könnten die Reaktionen danach ein Beben verursachen. Nein - vom Leitzins lassen die Notenbänker derzeit ihre Finger.

Die Fed sah Mitte September zum sechsten Mal in Folge von einer Erhöhung des Zinses ab - es bleibt bei 0,25 bis 0,5 Prozent. Aber: Man könne den nächsten Schritt eventuell im Dezember gehen.
Die EZB dagegen denkt anscheinend nicht mal daran, auch nur ein Mü an der Zinsschraube zu drehen. Zudem pumpt Mario Draghi frisches Geld in die Märkte. Ähnlich verfährt die Bank of Japan, die ohnehin für ihre lockere Geldpolitik bekannt ist.

Neu war dagegen das: Erstmals seit sieben Jahren hat die Bank of England ihren Leitzins gesenkt - ein Nachbeben des Brexit-Votums.

Mehr dazu lesen Sie hier:
Bank of England senkt Leitzins


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Am 23. Juni stimmten die Briten ab: Gehen oder bleiben? Das Ergebnis überraschte so manchen: Großbritannien stimmte für "Yes!"

Seither sind viele Fragen offen - beispielsweise, ob die Briten wirklich die EU verlassen werden. Oder wie sich das Referendum auf den Finanzplatz London auswirkt. 

Mehr zum Brexit lesen Sie hier:
Was bedeutet der Brexit für Ihr Geld?
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Es gab Zeiten, da wurde Autofahrern schwindelig, wenn sie die Preise an der Zapfsäule sahen. Und dann das.

Die wichtigsten Ölförderer der Welt produzieren und produzieren, es gibt ein Überangebot des schwarzen Golds. Gleichzeitig sinkt auch noch die Nachfrage. Die Preise verfallen. Ein Grund zur Freude?

Manch ein Unternehmen profitierte durchaus vom billigen Öl, Fluggesellschaften beispielsweise. Allerdings: Die sinkende Nachfrage deutet darauf hin, dass der Rohstoffhunger abflaut - und damit auch auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur. 

Im Dezember einigte sich die Opec dann mit mehreren nicht zum Kartell gehörenden Ländern auf eine Kappung der Ölproduktion. 

Mehr zum Thema unter:
Öl-Länder drosseln die Produktion







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Solch eine Schlammschlacht haben die USA selten in einem Wahlkampf erlebt: Demokratin Hillary Clinton und der republikanische Kandidat Donald Trump lieferten sich ein erbittertes Gefecht.

Dabei machte vor allem Trump so manchen Satz ins Fettnäpfchen...
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...und dennoch: Die Amerikaner entschieden sich für Donald Trump. Hillary Clinton wurde nicht die erste US-Präsidentin der Geschichte. 

Dabei hatten sich die Börsen bereits auf einen Sieg Clintons eingestellt. Die Kurse stürzten dementsprechend ab, als Trumps Wahlsieg absehbar wurde. Die schlechte Laune hielt allerdings nicht lange an: Einen Tag später setzte eine Rally an den Aktienmärkten ein.

Der künftige Präsident will kräftig investieren - unter anderem in die amerikanische Infrastruktur. Wie genau und ob er diese Pläne umsetzen kann, bleibt noch unklar. Die Hoffnung allein reichte allerdings schon, um die Märkte zu beflügeln.

Mehr dazu lesen Sie unter:
Trumps Billionen-Infrastrukturplan




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Es ist ein Dauerbrenner: Der chinesische Wirtschaftsmotor stottert. Das Reich der Mitte wächst zwar immer noch kräftig - zumindest im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften.

Allerdings geht es mit dem Wirtschaftswachstum mehr und mehr bergab. 2015 hatte man mit 6,9 Prozent Wachstum den schlechtesten Wert seit 25 Jahren verzeichnet. Der internationale Währungsfonds IWF rechnet damit, dass China dieses Jahr mit einem noch geringeren Zuwachs beendet. 

Doch wenn's im Inland nicht mehr so vorwärts geht wie erwartet, schaut man sich auch gerne mal im Ausland um. So wundert es nicht, dass die Chinesen auf Investitionstour sind - auch in Deutschland.

Mehr zum Thema lesen Sie in diesem Jahresrückblick und unter: Rückschlag aus China



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Volkswagen hatte in diesem Jahr an der Abgaskrise zu knabbern. "Dieselgate" dürfte VW auch weiterhin beschäftigen. Dennoch ist man bei der Aufarbeitung ein gutes Stück voran gekommen.

Denn der US-Richter Charles Breyer hat dem Vergleich zugestimmt, den Volkswagen mit den amerikanischen Behörden und Verbraucheranwälten ausgehandelt hatte. Über 16 Milliarden Dollar muss VW nun in die Hand nehmen. 

Allerdings: Ausgestanden ist der Abgasskandal damit noch lange nicht. Die Besitzer von 85.000 Dieselfahrzeugen mit 3-Liter-Motoren stellen ebenfalls Forderungen an VW. Sie sind in dem bereits ausgehandelten Deal nicht eingeschlossen. Auch hier wird Richter Breyer in vermutlich naher Zukunft ein Urteil fällen.

Mehr dazu finden Sie unter:
US-Richter billigt VW-Vergleich

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Aufreger des Jahres

Und plötzlich ging es sechs Prozent abwärts: Am 7. Oktober rauschte das Pfund in die Tiefe. Ein Flash Crash hatte der gebeutelten Währung zu schaffen gemacht. 

Für solch eine drastische Kursveränderung innerhalb kürzester Zeit gibt es zwei mögliche Ursachen. Möglichkeit 1 sind Hochfrequenzhändler: Computerprogramme, die aufgrund festgelegter Algorithmen Käufe oder Verkäufe tätigen. Agiert ein PC mal nicht wie gewünscht, kann das allerdings einen ungewollten Herdentrieb auslösen...
Möglichkeit 2 sind sogenannte "Fat Finger": Damit bezeichnet man größere Aufträge, die von Händlern versehentlich ausgelöst wurden. Welche dieser beiden Möglichkeiten dem Pfund zusetzte, blieb allerdings ungeklärt.

Mehr dazu lesen Sie hier:
Flashcrash reißt das Pfund in die Tiefe



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Einige Tage nach dem "Flash Crash" des Pfundes wurde ein längst vergangener Blitzabsturz wieder zum Thema: Fast eine Billion Börsenwert wurden vernichtet, als der Dow am 6. Mai 2010 urplötzlich abrauschte. 

Schuld an dem Absturz soll der britische Aktienhändler Navinder Singh Sarao sein, der im Oktober dieses Jahres von Großbritannien an die USA ausgeliefert wurde. Sarao hatte mit seinem superschnellen Handelsprogramm sogenannte "Scheinorders" getätigt, um andere Investoren zu Käufen und Verkäufen zu verleiten. Das hatte im Mai 2010 allerdings eine ganze Verkaufswelle ausgelöst.

Sarao wurde daher Marktmanipulation vorgeworfen, der 37-Jährige hat sich für schuldig bekannt. Für viele Kritiker des Hochfrequenzhandels gilt Sarao allerdings eher als Bauernopfer. 

Mehr dazu finden Sie hier:
Flash Crash-Händler wird an USA ausgeliefert


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12. Januar: Istanbul, Türkei 
17. Februar: Ankara, Türkei
13. März: Ankara, Türkei
22. März: Brüssel, Belgien 
16. April: Essen, Deutschland
07. Juni: Istanbul, Türkei
08. Juni: Midyat, Türkei
13. Juni: Magnanville, Frankreich 
28. Juni: Istanbul, Türkei
14. Juli: Nizza, Frankreich 
18. Juli: Würzburg, Deutschland 
24. Juli: Ansbach, Deutschland 
26, Juli: Saint-Étienne-du-Rouvray, Frankreich 
06. August: Charleroi, Belgien
17. August: Elazig, Türkei
20. August: Gaziantep, Türkei
26. August: Cizre, Türkei
12. September: Van, Türkei
24. September: Budapest, Ungarn   
26. September: Kiziltepe, Derik und Mardin, Türkei
27. September: Dresden, Deutschland 
05, Oktober: Brüssel, Belgien 
09. Oktober: Hakkari, Türkei 
16. Oktober: Gaziantep, Türkei 
23. Oktober: Bingöl, Türkei
25. Oktober: Döbeln, Deutschland
04. November: Diyarbakir, Türkei
09. November: Athen, Griechenland
20. November: Amsterdam, Niederlande
24. November: Adana, Türkei
10. Dezember: Istanbul, Türkei
19. Dezember: Berlin, Deutschland








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Suchen sich Unternehmen einen Firmensitz, ist Irland äußerst beliebt. Manch einer plant extra eine Fusion, um auf der grünen Insel Steuern zu sparen: So geschehen bei den Pharmariesen Pfizer und Allergan. Der amerikanische Fiskus erlaubte allerdings nicht, dass das neue Unternehmen nach Irland zieht. So entschieden Pfizer und Allergan: Wenns keinen Steuervorteil gibt, kann man die Sache mit der Fusion auch lassen. 

Es gibt allerdings ein Unternehmen, dem fallen seine Steuerersparnisse nun auf die Füße: Apple. Der Techriese soll in Irland 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen - so die EU-Kommission.
In diesem Streit scheint das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen. Denn auch Irland ist von dem Vorstoß der Kommission nicht gerade begeistert. Kein Wunder - ohne Steuervorteil fällt es schwerer, dicke Fische ins Land zu locken...

Nachzulesen hier:
Tim Cooks Verschwörungstheorien





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Es war einmal ein Unternehmen, das stellte Holzschnitzel zum Verbrennen her. Es sagte, der größte Holzpellets-Riese weit und breit zu sein. Doch der Riese lebte nicht glücklich bis ans Ende seiner Tage - sondern ging pleite. 

Im Februar traf tausende Anleger der Schock: German Pellets ist insolvent. Das mittelständische Unternehmen hatte mehrere Anleihen begeben - und soll damit 280 Millionen Euro eingesammelt haben. Das Geld? In Flammen aufgegangen. 

German Pellets ist allerdings kein Einzelfall: Mittelstandsanleihen sind dafür bekannt, dass sich Anleger leicht an ihnen die Finger verbrennen. 

Mehr dazu lesen Sie hier:
Was ist noch drin bei German Pellets?
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Die Jubelnden

An der Wall Street Jubelstimmung serviert: Sowohl der Dow Jones-Index als auch der S&P 500 kletterten auf ein Allzeithoch. 

Woran es liegt? Der amerikanische Aktienmarkt gilt als vergleichsweise sicherer Hafen. Anscheinend hatten die Anleger genug Vertrauen, um die Indizes auf ein Rekordniveau zu katapultieren. 

Zum Ende des Jahres konnte auch der DAX von der guten Stimmung profitieren. Allerdings gibt es auch diverse Unruheherde - wie beispielsweise die politische Situation in Italien oder die bald beginnenden Brexit-Verhandlungen.

Mehr dazu finden Sie hier:
Wall Street feiert Rekord

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Kleine Monster versetzten die Welt in Aufruhr: Pokémon Go war in aller Munde. Die Stadt Basel hat sich den Hype auch zu Nutze gemacht - und inszenierte zu Werbezwecken die Rache der gejagten Monster...
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RWE und Eon leiden - vor allem unter den horrenden Kosten für die Atommüllentsorgung. Beide Unternehmen beschlossen daher: Wir spalten uns auf. Ein Unternehmen bündelt das Geschäft mit der "bösen" Stromerzeugung, das andere wird grün und gut.
Eon entschied sich dafür, das konventionelle Geschäft auszulagern. RWE gründete indes eine neue Tochter, die öko ist: Innogy. 

Innogy feierte Anfang Oktober das Börsendebut. Und das konnte sich sehen lassen: Mit 36 Euro lag der Emissionspreis am oberen Ende der Preisspanne. Innogy war damit 20 Milliarden Euro wert - so viel wie Eon und RWE zusammen. 

Mehr dazu lesen Sie hier:
Innogy - mit Schwung aufs Parkett

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In der Modebranche läuft es nicht gut. Die milden Temperaturen verhangeln den Modekonzernen seit geraumer Zeit die Quartale. Was für den stationären Handel gilt, ist Online anscheinend noch lange nicht so - wie das Geschäftsjahr von Zalando vermuten lässt. Der Modeversandhändler aus dem MDax verwöhnte seine Anleger in diesem Jahr mit guten Zahlen - und zwar überraschend.

Das kam diverse Leerverkäufer teuer zu stehen, die bei dem Zalando-Titel auf fallende Kurse gesetzt und sich damit geirrt hatten: Denn Zalando hob Mitte des Jahres seine Prognose an - und katapultierte die Aktie damit in die Höhe. 

Mehr dazu hier:
Zalando und das große Bärenschlachten

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Amazon konnte sich ebenfalls mächtig freuen - denn die Aktie erreichte in diesem Jahr ihr Allzeithoch. Dabei kann einen Amazon-Chef Jeff Bezos schon ins Staunen versetzen - schließlich schmiedet er Pläne gegen den Trend. 

Immer mehr Käufer treiben sich im Internet herum, um ihre Sachen danach bequem bis ans heimische Sofa liefern zu lassen. Hier ist Amazon als Online-Riese absolut erfolgreich. Und trotzdem geht der Konzern "offline".

Ende 2015 eröffnete der erste, stationäre Buchladen. Doch damit nicht genug: Dieses Jahr wird gemunkelt, dass Amazon ins Lebensmittelgeschäft einsteigen will - und zwar mit einer eigenen Supermarkt-Kette. 

Mehr dazu:
Amazon - die Supermärkte kommen





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100 Jahre. Für so manchen ist das ein absolutes Traumalter - solange man sich noch guter Gesundheit erfreut. 

Über seine Gesundheit kann BMW wohl kaum klagen - obwohl der Autobauer doch ein so betagtes Alter erreicht hat: BMW feierte 100. Geburtstag. 

Die Aktie ist zugegebenermaßen im Jubiläumsjahr etwas unter die Räder gekommen. Doch das Lebensjahr ist erst im nächsten März vorbei - vielleicht bekommt der Kurs ja noch die Kurve...

Mehr zum Jubiläum:
Happy Birthday, BMW!

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Die Leidenden

Der DAX und seine kleinen Brüder konnten in diesem Jahr nicht allzu viele neue Mitglieder im Club begrüßen: An der Börse herrschte eine IPO-Flaute.

Doch nicht nur in Deutschland gab es weniger Unternehmen, die den Schritt aufs Parkett wagten. So rechnete die Beratung Ernst & Young aus, dass es im ersten Halbjahr knapp 40 Prozent weniger IPOs gab - weltweit. 

Für ein deutsches Unternehmen fiel seine Börsenkarriere indes erstaunlich kurz aus: Die Modefirma Steilmann aus Bergkamen hatte sich im November 2015 an die Börsen geschleppt. Nur vier Monate später folgte dann die Schreckensmeldung: Das Unternehmen ist insolvent. Die milde - und damit für Modeunternehmen schwierige - Witterung habe dem Konzern äußerst drastisch zugesetzt.  

Mehr zur Börsen-Flaute:
Der IPO-Markt stottert

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17. Oktober. Im Stammwerk des Chemieriesen BASF wird an einer Rohrleitung gearbeitet. Es kommt zum Brand - danach zur Explosion. Drei Menschen sterben. 30 werden verletzt. 

Mehr unter:
BASF wird vorsichtiger
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Wie in den Jahren zuvor schaffte es die Deutsche Bank auch 2016 wieder häufig in die Schlagzeilen. 

Im Januar stimmt Chef Cryan nach einem Rekordverlust auf ein weiteres Krisenjahr ein. Im Februar stürzte der Kurs der Aktie ab.
Im März eine positive Meldung: Der Geschäftsbericht 2015 zeigte, dass die Vergütung des Managements eingedampft wurde. Auch Freude im April: Man konnte das erste Quartal mit einem Gewinn abschließen.

Dennoch senkte Moody's im Mai das Rating für die Deutsche Bank. Im Juni folgt die Nachricht, dass das Filialnetz ausgedünnt wird. Das Institut gibt im Juli nur einen Mini-Gewinn für das zweite Quartal bekannt. Anfang August schneidet man bei einem Banken-Stresstest denkbar schlecht ab. Im September folgt der Absturz auf ein neues Rekordtief.
  
Aber immerhin: Im Oktober kann die Deutsche Bank wieder einen Quartalsgewinn vermelden. Da kann ja noch einiges passieren...
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Die Wörter Banken und Krise scheinen seit dem Jahr 2008 nahezu untrennbar. Dieses Jahr stehen allerdings nicht amerikanische Banken im Fokus - sondern italienische Traditionshäuser.

Nach Jahren der Rezession sitzen Italiens Banken nun auf einem Berg fauler Kredite. Die Kapitallücke im Bankensektor wird auf 45 Milliarden Euro geschätzt. Auch das älteste Kreditinstitut der Welt, die Monte dei Paschi di Siena, steckt tief im Schuldensumpf. 

Experten befürchten mittlerweile eine (neue) Eurokrise, sofern die  Banken nicht stabilisiert werden können. Der Ausgang des Italien-Referendums zur Verfassungsreform tut sein Übriges: Regierungschef Matteo Renzi hatte seine politische Laufbahn an das Referendum geknüpft. Die italienischen Bürger entschieden sich mit ihrem "Nein" zur Reform somit auch gegen Renzi - das sorgt für politische Unsicherheit. 

Mehr dazu hier:
Italien - der gefährliche Teufelskreis?






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Europas größter Versicherer leidet unter Unwetterschäden: In Deutschland hatte es schwere Stürme gegeben, in Frankreich und Belgien Überschwemmungen, in Kanada wüteten Waldbrände. Der Konzern sowie seine Konkurrenten wurden zur Kasse gebeten. Auch die Vermögensverwaltung Pimco bleibt ein Sorgenkind der Allianz. 

Mehr dazu lesen Sie hier:
Quartal total verhagelt
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Die Klagen im Jahr 2016 nehmen kein Ende. Auch das Bonner Unternehmen Solarworld wurde von einem US-Gericht verdonnert - zur Zahlung von 800 Millionen Dollar.

Der amerikanische Siliziumlieferant Hemlock hatte Solarworld verklagt. Der Lieferant pocht auf die Einhaltung von Lieferverträgen, die man 2005 mit Solarworld geschlossen hatte. Die Bonner hatten dagegen die Abnahme des Siliziums gestoppt, nachdem die chinesische Konkurrenz die Preise in den Keller getrieben hatte. Nachverhandlungen zwischen Hemlock und Solarworld waren allerdings erfolglos verlaufen.
Solarworld-Chef Frank Asbeck will allerdings gegen das US-Urteil in Berufung gehen.

Mehr dazu:
US-Gericht verklagt Solarworld



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Auch Daimler hatte in diesem Jahr ein großes Problem mit einem Zulieferer - und stritt sich deshalb ebenso vor Gericht. 
2013 hatte der Autobauer die Verträge mit dem Unternehmen Prevent gekündigt - das will Schadenersatz geltend machen.

Prevent war mit Daimler in diesem Jahr allerdings nicht zum ersten Mal in den Schlagzeilen: Auch mit VW hatte man ordentlich Stress, auch hier ging es um einen gestrichenen Auftrag.

Da man sich nicht einigen konnte, hatte dass Unternehmen seine Lieferungen an VW gestoppt - daraufhin musste die Produktion des Golf ruhen, Gewinneinbußen inklusive. Schlussendlich konnte ein Kompromiss gefunden werden - außerhalb des Gerichtssaals.

Mehr dazu lesen Sie hier:
Auch Daimler hat Knatsch




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Ich kriege dich!

Das war eine Diskussion, die Bayer überhaupt nicht gebrauchen konnte: Die EU prüfte, ob der Unkrautvernichter Glyphosat weiterhin genutzt werden darf - oder ob er aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken aus dem Verkehr gezogen wird.

Was der Leverkusener damit zu tun haben? Sie haben sich verliebt - und zwar in Monsanto. Für den US-Saatgutkonzern ist das Geschäft mit Glyphosat eine der größten Einnahmequellen. Dafür sowie für seine gentechnisch veränderten Produkte erntet Monsanto immer wieder Kritik. Kurzum: Das Image ist nicht das beste. Kein Wunder also, dass sich viele fragten: Was will Bayer mit Monsanto? Vor allem zum Preis von 66 Milliarden Dollar?

So wurde gemunkelt, dass Bayer genveränderte Pflanzen in Europa etablieren will. Monsanto hatte das bereits versucht, war aber gescheitert. Bayer versichert indes, dass man sich nicht über den Willen der Europäer hinweg setzen wird. Da kann man nur eins sagen: Fortsetzung folgt...

Mehr dazu unter:
Bayer sucht Dialog mit Monsanto-Gegnern



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Tesa-Chef Elon Musk hat einen Plan: Er träumt davon, dass jeder Haushalt sein Elektro-Auto aus den hauseigenen Stromquellen speisen kann. Dafür braucht es Solarmodule auf dem Hausdach. Und genau aus diesem Grund übernahm Musk Solarcity.

Zwischen Tesla und dem Solarmodul-Hersteller besteht schon seit längerer Zeit eine Kooperation. Mal abgesehen davon, dass Musk zuvor schon Großaktionär bei Solarcity war. Und dann sei noch erwähnt, dass nicht irgendwer das Unternehmen gegründet hat- sondern zwei Cousins von Musk. Die Börse zeigte sich allerdings wenig begeistert von den Übernahmeplänen.

Im November verleibte sich Tesla dann einen deutschen Automatisierungs-Spezialisten ein. Kurz nachdem man den zweiten Quartalsgewinn in der Unternehmensgeschichte verkünden konnte.

Mehr dazu hier:
Tesla liefert was Anleger wollen




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Ob nun Chips, Licht oder gar Müll - chinesische Investoren greifen nach deutschen Unternehmen. Besonderes Aufsehen erregte in diesem Jahr die Übernahme des Roboterherstellers Kuka. 

So löste es in Berlin doch einige Bauchschmerzen aus, dass Kukas technisches Know How in chinesische Hände kommen sollte. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hoffte daher auf ein Übernahmeangebot aus Europa - doch das blieb aus. Also konnte der chinesische Haushaltsgeräte-Hersteller Midea zuschlagen. 

Am Chiphersteller Aixtron sind ebenfalls Investoren aus dem Reich der Mitte dran. Auch der Leuchtmittelhersteller Osram rückt wieder ins Visier: Die Glühbirnen-Sparte der ehemaligen Siemens-Tochter ist bereits in chinesischer Hand. Vielleicht geht da noch mehr? Müll aus Berlin scheint ebenso begehrt - sind doch zwei Sparten des Recyclingkonzerns Alba nun im Besitz chinesischer Investoren.

Mehr dazu lesen Sie hier:
Kuka - voller Erfolg für Chinesen
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Wir es in dieser Love-Story ein Happend geben? Die Deutsche Börse AG will die London Stock Exchange. Die London Stock Exchange sagte begeistert ja. Die Aktionäre der Deutschen Börse reagierten dagegen verhalten - will ihre Börse sie doch verlassen und in das ferne Großbritannien ziehen. Schlussendlich gaben die Anteilseigner aber doch ihren Segen. Worauf wartet man also noch?

Zum Einen fehlt noch das grüne Licht der Behörden. Vor allem die hessische Landesregierung zeigte sich wenig begeistert darüber, dass der Hauptsitz der Super-Börse in London und nicht in Frankfurt sein soll. Zum Anderen trat mit dem Ja zum Brexit ein neues Problem auf den Plan.

Zwar hatte Deutsche Börse-Chef Carsten Kengeter zuvor betont, dass ein Brexit die Fusion nicht gefährde - dennoch wird der Finanzplatz London bei einem tatsächlichen EU-Austritt der Briten an Bedeutung verlieren. Das könnte die ein oder andere Nachverhandlung in diesem Deal nötig machen.

Mehr dazu:
Deutsche Börse und der lange Atem


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Das Börsenjahr 2016 ist..

...ein multimedialer Rückblick auf das Jahr 2016 von boerse.ARD.de

Redaktion: Claudia Wiggenbröker

Grafik und Bildredaktion: Hannes Möller

Fotos: dpa picture alliance, colourbox, photos.com, ARD, Imago, Steilmann

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